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Kostenloser Live-Workshop „beziehungsfähig“ – Beziehungsmuster verstehen
Ihr geratet immer wieder in dieselben Konflikte oder erlebt Rückzug und fehlende Nähe? Im Workshop schaust du auf eure Beziehungsmuster und entwickelst einen konkreten nächsten Schritt für deinen Alltag.
17. November 2026 · 18:00–19:30 Uhr · online via Zoom
Du kannst allein teilnehmen und musst nichts Persönliches in der Gruppe erzählen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Kaufverpflichtung.
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Du bist unglücklich in deiner Beziehung und bleibst trotzdem. Vielleicht liebst du deinen Partner noch, fürchtest eine Trennung oder fühlst dich für die Familie verantwortlich. Oft wirken mehrere Gründe gleichzeitig – und genau das macht die Frage „Bleiben oder gehen?“ so schwer.
In dieser Folge von Starke Beziehungen hilft dir Thomas Harneit, diese Gründe auseinanderzuhalten. Du musst am Ende keine Entscheidung treffen. Es geht darum, deine Situation besser zu verstehen und einen nächsten Schritt zu finden, der dir mehr Klarheit gibt.
Vier Gründe, die dich in deiner Beziehung halten können
- Liebe und gemeinsame Geschichte: Was ist heute zwischen euch lebendig und wertvoll – und woran hältst du fest, weil du schon so viel investiert hast?
- Angst vor Veränderung: Welche konkreten Sorgen stecken hinter der Ungewissheit – etwa Geld, Wohnen, Kinderbetreuung oder Alleinsein?
- Loyalität und Schuldgefühle: Was möchtest du aus Mitgefühl tun, und wo übernimmst du Verantwortung für die Gefühle deines Partners?
- Eigene Regeln und Glaubenssätze: Welche Vorstellungen davon, wer du sein musst, lassen wenig Raum für deine Bedürfnisse?
Die Übung: Was hält mich gerade hier?
Nimm dir in Ruhe ein Blatt Papier und vervollständige diese vier Satzanfänge:
- Ich möchte bleiben, weil …
- Ich habe Angst vor einer Veränderung, weil …
- Ich fühle mich verpflichtet, weil …
- Damit ich klarer entscheiden kann, brauche ich …
Markiere anschließend, was du tatsächlich weißt, was du befürchtest und wo dir Informationen oder Unterstützung fehlen. Zähle nicht nur Argumente: Prüfe, welcher Punkt für dich besonders viel Gewicht hat. Wähle dann eine Frage, die du als Erstes klären kannst.
Wichtig: Bei Gewalt oder Drohungen steht deine Sicherheit im Vordergrund. Eine Reflexionsübung ersetzt dann keine vertrauliche Unterstützung und sichere Planung. Auch finanzielle oder organisatorische Hindernisse sind reale Hürden und kein persönliches Versagen.
Die Frage zum Mitnehmen
Was hält dich in deiner Beziehung – und welchen dieser Gründe möchtest du genauer verstehen?
Diese Folge knüpft an Folge 231 „Ich liebe meinen Partner noch – aber ich kann so nicht weitermachen“ und Folge 232 „Kann sich mein Partner wirklich ändern? Woran du echte Veränderung erkennst“ an. In der nächsten Folge geht es darum, welche Verantwortung tatsächlich bei dir liegt und was du einem anderen erwachsenen Menschen nicht abnehmen musst.
Deinen nächsten Schritt klären
Wenn du deine Situation persönlich sortieren möchtest, können wir im kostenlosen Orientierungsgespräch gemeinsam klären, was dich beschäftigt und welcher nächste Schritt zu dir passt.
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Transcript
Du hast dir vielleicht oft schon so kann es nicht weitergehen.
Speaker A:Nach einem Streit, nach einem Abend, an dem ihr nebeneinander auf dem Sofa saßt und euch trotzdem weit voneinander entfernt gefühlt habt oder nach einem Gespräch, in dem du wieder versucht hast zu erklären, was dir fehlt.
Speaker A:Und dann warst du dir wahrscheinlich jetzt Jetzt genau muss sich etwas ändern.
Speaker A:Und dann, paar Tage später, dann machst du weiter.
Speaker A:Du organisierst deinen Alltag, ihr sprecht über Termine und Einkäufe und die Kinder.
Speaker A:Vielleicht gibt es auch mal den einen oder anderen schönen Moment dabei und die Frage, die eben noch so dringend war, wird wieder leiser, bis sie zurückkommt.
Speaker A:Und deshalb die Warum bleibe ich eigentlich, obwohl ich unglücklich bin?
Speaker A:Vielleicht stellst du dir diese Frage mit einem ziemlich harten Unterton, als müsstest du längst eine Antwort wissen.
Speaker A:Aber dein Zögern zeigt ja, dass das nicht der Fall ist, dass du vielleicht zu schwach bist.
Speaker A:Heute möchte ich mit dir diese Frage ein bisschen genauer anschauen.
Speaker A:Neugierig?
Speaker A:Ich will dich nicht verurteilen dabei, denn dein Bleiben kann und wird mehrere Gründe haben.
Speaker A:Und erst wenn du diese Gründe auseinanderhältst, kannst du erkennen, welcher Schritt sinnvoll ist.
Speaker A:Herzlich willkommen im Podcast Starke Beziehungen.
Speaker A:Ich bin Thomas Harneit und heute geht es um die fortsetzung zu folge 231 da ging es um den ich liebe meinen partner noch, aber so kann ich nicht weitermachen.
Speaker A:Und in Folge 232 haben wir uns dann mit der Frage beschäftigt, wie man erkennt, ob sich der Partner oder ihr beide, ob es da wirklich Veränderungen gibt und wie man sie erkennt.
Speaker A:Und heute in dieser Folge möchte ich den Blick auf dich richten, auf das, was dich in deiner Beziehung hält, auf all das, was du vielleicht verlieren könntest und das, was du brauchst, um überhaupt frei nachdenken zu können.
Speaker A:Du musst am Ende dieser Folge keine Entscheidung treffen.
Speaker A:Du musst dich auch nicht trennen.
Speaker A:Das ist ja gar nicht der Sache.
Speaker A:Vielleicht möchtest du ja an deiner Beziehung arbeiten und weißt nicht wie.
Speaker A:Vielleicht brauchst du auch einfach nur Abstand.
Speaker A:Vielleicht fehlt dir einfach Information und Klarheit.
Speaker A:Und all das könnte der nächste Schritt sein.
Speaker A:Falls du in deiner Beziehung Gewalt spürst, Drohungen oder andere Dinge, dann sollte deine Sicherheit im Vordergrund stehen.
Speaker A:Dann reicht das nicht aus, eine Reflexionsübung zu machen, sondern dann solltest du dir vertrauliche Unterstützung holen und vielleicht eine sichere Planung aufbauen, bevor du Veränderungen ansprichst.
Speaker A:Und auch ohne Gewalt oder Toxizität gibt es ganz reale Hindernisse, die sind einfach da.
Speaker A:Zum Beispiel das liebe Geld, die Wohnung, Kinderbetreuung, vielleicht Krankheit, Pflege und so weiter.
Speaker A:Und wenn du aufgrund dieser Dinge wenig Handlungsspielraum hast, dann ist das ein Problem und erschwert sicherlich manches.
Speaker A:Aber es ist kein persönliches Versagen.
Speaker A:So, und jetzt zu den Gründen, um die es geht.
Speaker A:Warum zögerst du?
Speaker A:Der erste Grund ist, es gibt etwas, das du bewahren oder behalten möchtest.
Speaker A:Ja klar, in so einer Situation sind wir innerlich zerrissen.
Speaker A:Vielleicht bleibst du, weil du diesen Menschen liebst.
Speaker A:Klar, weil ihr viel miteinander erlebt habt, weil es Momente gibt, in denen du dich verbunden fühlst und wo eigentlich alles gut ist.
Speaker A:Und sicherlich auch, weil ihr zusammen viel erlebt habt, ein Leben aufgebaut habt mit vielen Dingen, das dir wichtig ist.
Speaker A:Und das müssen wir würdigen.
Speaker A:Diese Gründe verdienen Respekt und diese wollen wir nicht entwerten, sondern feiern und dankbar dafür sein.
Speaker A:Aber genau da geht es eigentlich in eine Richtung, wo die Partnerschaft, wo die an so viele materielle Dinge geknüpft ist und dieses ganze Invest, das hält uns dann.
Speaker A:Also auf der einen Seite wollen wir zufrieden sein, aber auf der anderen Seite sehen wir auch die Dinge, die wir in die Beziehung eingebracht haben und die wir vielleicht dann verlieren müssten.
Speaker A:Und dann wird es schwieriger und dann brauchen wir vielleicht eine Alternative dafür.
Speaker A:Und da gibt es absolut Zusammenhänge zwischen der Tatsache, was du schon alles investiert hast und dem Festhalten in deiner Beziehung.
Speaker A:Und wenn man das weiß, dann ist es einfacher zu verstehen, warum Menschen unzufrieden sind und trotzdem bleiben.
Speaker A:Und damit haben wir keine Formel, die sagt, ob du bleiben solltest oder nicht.
Speaker A:Das macht die Sache nur nicht einfacher.
Speaker A:Und deswegen möchte ich einfach mal für deine persönliche Klärung zwei Fragen ableiten.
Speaker A:Was ist heute zwischen euch lebendig und wertvoll?
Speaker A:Und was ist vor allem deshalb wichtig, weil es einmal so war oder weil du viel dafür gegeben hast?
Speaker A:Tja, vielleicht fällt dir ein, dass du oder ihr euch heute auch gut füreinander kümmert oder füreinander sorgt.
Speaker A:Du bemerkst, dass ihr auch Spaß haben könnt, dass ihr zusammen lachen könnt und dass ihr euch unterstützt.
Speaker A:Und wenn du das betrachtest, fällt dir vielleicht auf, dass viele Dinge davon in der Vergangenheit liegen.
Speaker A:Und auch das ist wichtig.
Speaker A:Wahrzunehmen Wann war das so und wann ist es so?
Speaker A:Dieses ganze Feeling ist ja nicht so einfach, gerade über einen längeren Zeitraum zu spüren.
Speaker A:Wie war es früher mal?
Speaker A:Was habe ich davon einfach nur sozusagen behalten?
Speaker A:Halte das fest.
Speaker A:Wenn ihr schon viele Jahre zusammen seid, dann habt ihr viel erlebt.
Speaker A:Und das bleibt immer.
Speaker A:Es bleibt immer ein Teil deines Lebens.
Speaker A:Und wenn du dich entscheiden solltest, dass du die Beziehung nicht fortsetzen willst, dann hängt der Wert dieser Zeit nicht von dieser Entscheidung ab.
Speaker A:Also ihr könnt die gemeinsame Geschichte und die aktuelle Verbundenheit aber auch als guten Grund nehmen, um einen Veränderungsversuch zu unternehmen.
Speaker A:So, da müssen wir die Frage Worauf gründet dieser Versuch, also die Beziehung wiederherzustellen heute?
Speaker A:So, dann zum zweiten Grund.
Speaker A:Das geht ganz vielen Menschen so.
Speaker A:Der zweite Grund Du fürchtest dich vor dem, was dann kommt.
Speaker A:Genau das ist auch nicht so einfach, weil es Ungewissheit beinhaltet.
Speaker A:Vielleicht lautet dein innerer Ich weiß, wie es jetzt ist, da bin ich sicher, aber ich weiß nicht, wie es danach wäre.
Speaker A:Und da wird sich unter Umständen ganz viel ändern.
Speaker A:Wie wäre es plötzlich allein nach Hause zu kommen?
Speaker A:Was würde sich für die Kinder verändern?
Speaker A:Wer wäre noch für mich da?
Speaker A:Wie würde ich finanziell zurechtkommen?
Speaker A:Und wo wohne ich dann eigentlich?
Speaker A:Und so weiter und so weiter.
Speaker A:Diese Fragen können sehr viel Gewicht bekommen.
Speaker A:Forscher haben an dieser Stelle herausgefunden, dass es einen Zusammenhang gibt, nämlich die Angst vor dem Single Leben und damit die Begründung, dann doch in weniger zufriedenstelligen Beziehungen zu bleiben.
Speaker A:Also Menschen bleiben in Beziehungen, weil sie Angst davor haben vor der Zukunft, Angst vor dem Single Leben irgendwie verständlich, Aber gleichzeitig fesselt uns auch und lähmt uns vielleicht sogar.
Speaker A:Deshalb macht es Sinn, dass du deine Befürchtung genauer anschaust und benennst.
Speaker A:Wenn du sagst, ich schaffe das nicht, dann ist das wie eine riesengroße Mauer.
Speaker A:Aber wenn du dann mal drunter guckst oder hinter die Mauer guckst, dann kannst du vielleicht erkennen, es liegt an der finanziellen Ungewissheit oder der Angst, dass du da nicht überleben kannst.
Speaker A:Oder vielleicht geht es darum, dass du Sorge hast, dann deine Freunde zu verlieren und keine Kontakte mehr zu haben.
Speaker A:Vielleicht hast du sogar Angst, dass dich keiner mehr lieben wird.
Speaker A:Sogar, dass dich die Kinder nicht mehr lieben werden, wenn du dich trennst.
Speaker A:Oder du weißt nicht, wie du deinen Alltag organisieren sollst.
Speaker A:Da gibt es sicherlich noch einige Fragen mehr und jede dieser Fragen braucht eine andere Antwort.
Speaker A:Zum Beispiel finanzielle Fragen Und Unklarheit kann man klären.
Speaker A:Man braucht Informationen, wenn es um Unterstützung geht oder andere Menschen, dann braucht es halt Menschen.
Speaker A:Und wenn du Angst hast, nicht geliebt zu werden, dann braucht es auch wieder etwas anderes, nämlich etwas, was dir Sicherheit gibt und vielleicht auch, was deinen eigenen Wert angeht, dass dieser größer ist, größer wird.
Speaker A:Also du musst die Probleme jetzt nicht wegschieben, aber du solltest sie einzeln anschauen und sortieren.
Speaker A:Dadurch wird es klarer, welches die wirklichen Hürden sind.
Speaker A:Aus dem ganz großen Dickicht, aus dieser Wand sozusagen, wird plötzlich klarer, welche Dinge dir Sorgen bereiten.
Speaker A:Und dann kannst du herausfinden, wie du diese lösen könntest.
Speaker A:Okay, weiter.
Speaker A:Welchen Grund gibt es noch?
Speaker A:Der dritte Grund Vielleicht könnte Du möchtest loyal sein.
Speaker A:Vielleicht denkst Ich kann meinen Partner doch nicht im Stich lassen.
Speaker A:Du kennst ja seine Geschichte.
Speaker A:Du weißt, welche Last er zu tragen hat oder wie es ihm gerade geht.
Speaker A:Und du siehst vielleicht auch seine Unsicherheit oder die Überforderung bei einem Streit und weißt, dass er das einfach gar nicht anders kann und nicht mit Absicht so macht.
Speaker A:Da Mitgefühl zu zeigen, das ist toll, das ist was Wertvolles.
Speaker A:Und natürlich hat dein Verhalten auch Auswirkungen auf den Menschen, mit dem du dein Leben teilst.
Speaker A:Aber was ist, wenn du weitermachst, obwohl es dir vielleicht schon sehr schlecht geht, nur damit es deinem Partner gut geht, damit er keinen Schmerz erlebt?
Speaker A:Das ist schwierig.
Speaker A:Fühl da mal rein, wenn du daran denkst, zum Beispiel mit dem Ich darf meine Situation erst verändern, wenn mein Partner damit zufrieden oder sogar einverstanden ist.
Speaker A:Fühl mal rein, ob dieser Satz für dich gilt.
Speaker A:Und wenn ja, dann frag dich mal wie viel Raum bleibt denn dann noch für deine eigenen Bedürfnisse?
Speaker A:Du musst deine Entscheidung nicht vorschnell treffen.
Speaker A:Du kannst das sorgfältig überlegen.
Speaker A:Du kannst respektvoll sein.
Speaker A:Du kannst deine Verantwortung ernst nehmen und du kannst dafür sorgen, dass ein solcher Übergang nicht zu schwierig wird, indem ihr euch Unterstützung holt beispielsweise.
Speaker A:Aber man kann nicht sicherstellen, Du kannst nicht sicherstellen, dass keiner traurig ist oder enttäuscht oder wütend oder so.
Speaker A:Das ist das Problem.
Speaker A:Du willst keinen verletzen, aber du lässt dich selber verletzen Frag dich Was möchte ich aus Mitgefühl tun?
Speaker A:Was tue ich, weil ich mich für das Gefühl meines Partners verantwortlich fühle?
Speaker A:Diese Unterscheidung vertiefen wir übrigens in der nächsten Folge.
Speaker A:Vierter Grund, warum es dir schwerfä Du hast eine Vorstellung davon, wer du sein musst.
Speaker A:Manchmal gibt es einen Satz, den wir uns über selbst wie wir uns selbst über uns selbst denken.
Speaker A:Der hält uns dann fest.
Speaker A:So Glaubenssätze Ich muss Ich muss immer funktionieren.
Speaker A:Ich bin der, der nicht aufgibt.
Speaker A:Ich halte mein Versprechen.
Speaker A:Ich muss die Familie zusammen halten und so weiter.
Speaker A:Und das sind ja auch alles gute Sätze.
Speaker A:Die sind ja wichtige Werte auch, aber gleichzeitig halten sie uns auch fest.
Speaker A:Und da kann man auch hingucken, nämlich auf die Frage, wie du diese Werte lebst.
Speaker A:Was bedeuten diese Werte?
Speaker A:Zum Beispiel, ich bin jemand, der sein Versprechen immer hält.
Speaker A:Heißt das, dass du auch ehrlich sagen kannst, was du brauchst?
Speaker A:Oder ich muss funktionieren, dass du in dieser Tretmühle drin bleibst und immer weiter funktionierst und irgendwann ausbrennst?
Speaker A:Oder könnte es auch sein, dass du dein Funktionieren nutzen könntest, um dich auf einen neuen Weg einzulassen?
Speaker A:Diese Glaubenssätze, die sind vielfältig.
Speaker A:Versuch mal rauszufinden, was dich da hält, was dein Leitsatz ist, der dich zurückhält, der dich bremst, der dich blockiert.
Speaker A:So wenn du dann diese Grenze ziehst, das ist mein Glaubenssatz und so kann ich es auch handeln.
Speaker A:Bedeutet das dann, dass du automatisch einen Menschen aufgibst oder dass du damit aufhören würdest, nett und freundlich und respektvoll miteinander umzugehen?
Speaker A:Das muss es nicht sein.
Speaker A:Du musst nicht gegen deine Werte entscheiden.
Speaker A:Du darfst prüfen, ob deine eigene Regel, nach der du lebst, dir und deiner Beziehung noch gerecht wird.
Speaker A:So, gucken wir mal uns eine konkrete Situation an.
Speaker A:Zum Beispiel kommt ja ganz häufig vor, eine Person Ich bleibe wegen der Kinder.
Speaker A:Das könnte jetzt viel bedeuten, zum Beispiel, dass dahinter steckt, die Kinder sollen eine verlässliche Bezugsperson haben und einen stabilen Alltag.
Speaker A:Dann muss man die praktische Frage mal Wie könnte man die Betreuung aufteilen?
Speaker A:Oder wie teilte sie sich gerade jetzt schon auf?
Speaker A:Wenn wir diesen Teil betrachten?
Speaker A:Dann könnte auch die Frage gestellt Was bedeutet es, wenn die Beziehung endet?
Speaker A:Habe ich dann als Vater oder Mutter versagt?
Speaker A:Und das denken viele.
Speaker A:Drei unterschiedliche Dinge liegen nämlich in einem einzigen Satz.
Speaker A:Auf der einen Seite gibt es da ein Bedürfnis, dann steckt da auch drin eine organisatorische Aufgabe und auch ein Urteil, nämlich über sich selbst, wie du über dich selbst denkst.
Speaker A:Solange wir alles miteinander vermischen, ist es wie ein Nebel, wie eine Wand.
Speaker A:Wenn du aber die Teile auseinander nimmst, dann entstehen konkrete Fragen zum Wie erleben die Kinder unseren Alltag derzeit?
Speaker A:Welche Veränderungen würden ihnen helfen?
Speaker A:Welche Informationen brauchen wir?
Speaker A:Und woran kann ich eigentlich messen, ob ich ein guter Vater, eine gute Mutter, ein verantwortlicher Elternteil bin?
Speaker A:Und dann kann man deshalb noch keine Entscheidung treffen.
Speaker A:Aber jetzt wird es klarer und jetzt kann man mit diesen Fragen arbeiten.
Speaker A:Und da habe ich jetzt eine kleine Übung für dich, die ü Was hält mich gerade hier?
Speaker A:Falls du jetzt gerade im Auto unterwegs bist?
Speaker A:Dann hör einfach nur zu und mach die Übung dann später ganz in Ruhe.
Speaker A:Nimm mal ein Blatt Papier und notiere vier Satzanfänge Und der erste Ich möchte bleiben, weil.
Speaker A:So, dann schreibst du einfach auf, was dir heute in der Beziehung wichtig ist, möglichst konkret, also Eigenschaften, die dir wichtig sind oder das gemeinsame Erleben vielleicht oder auch eine Veränderung.
Speaker A:Bezug zum vorletzten Podcast, die du tatsächlich beobachtest.
Speaker A:Die zweite Frage lautet Ich habe Angst vor einer Veränderung, weil.
Speaker A:Punkt, Punkt, Punkt.
Speaker A:Vervollständige jetzt den Satz, ohne dich zu korrigieren.
Speaker A:Auch widersprüchliche Antworten dürfen dabei nebeneinander stehen.
Speaker A:Und der dritte Satz Ich fühle mich verpflichtet, weil.
Speaker A:Und wir können jetzt wieder verschiedene Dinge auftreten, auftauchen wie Verantwortung oder Schuldgefühle und Erwartungen an andere Versprechungen.
Speaker A:Don't know.
Speaker A:So.
Speaker A:Und der vierte Satz Damit ich klarer entscheiden kann, brauche ich.
Speaker A:Was könnte das sein?
Speaker A:Vielleicht Ruhe, weniger Stress oder ein gutes Gespräch?
Speaker A:Jemand, der mir zuhört?
Speaker A:Oder vielleicht einfach nur Klarheit?
Speaker A:Vielleicht Überblick über Finanzen, Unterstützung im Haushalt?
Speaker A:Hatte ich das schon gesagt?
Speaker A:Oder die Erfahrung, dass eure Vereinbarungen auch nach einer Woche noch gelten?
Speaker A:Jetzt gehst du deine Antworten einfach durch.
Speaker A:Dann markierst du, was du tatsächlich weißt und das, was du befürchtest und das, bei denen du Informationen brauchst oder die Unterstützung fehlt.
Speaker A:Wenn du jetzt zu dem Ergebnis kommst, beispielsweise du stellst fest, dass du gerade keinen Überblick über die Finanzen hast oder du denkst ich werde es niemals alleine schaffen und zurechtkommen, dann kann beides schwierig sein, Aber Erst wenn du das klar nebeneinander schreibst, dann kannst du den passenden nächsten Schritt wählen oder eben ein Thema lösen.
Speaker A:Versuche nicht jetzt an dieser Stelle nur die Argumente zu zählen und zu Da sind ja so viele, sondern guck auf die Argumente und schau hin, welcher Punkt wichtiger ist als ein anderer.
Speaker A:Manchmal ist es so, dass ein einzelner Punkt das ganze ganze Gewicht ist und die ganzen anderen Punkte fallen eigentlich dabei kaum noch ins Gewicht.
Speaker A:Mit dieser Analyse kannst du deine Lage besser verstehen.
Speaker A:So, und jetzt geht es darum, welchen Schritt kannst du jetzt wirklich gehen?
Speaker A:Und dazu wählst du jetzt einfach einen Punkt aus, den du jetzt als erstes klären kannst.
Speaker A:Wenn du beispielsweise Informationen brauchst, dann besorg dir die Google die Frag irgendeine KI oder frag jemanden.
Speaker A:Wenn du Unterstützung brauchst, dann frag jemanden, der dir helfen kann.
Speaker A:Sprich mit einer vertrauenswürdigen Person.
Speaker A:Wenn du an der Beziehung arbeiten möchtest und ein Gespräch noch möglich ist, dann kannst du beispielsweise eine Veränderung benennen, die dir wichtig ist.
Speaker A:Und dann frag auch deinen Partner, wozu er oder sie bereit ist.
Speaker A:Und dann könnt ihr vereinbaren, wann ihr wieder drauf guckt, um zu gucken ist, was passiert oder nicht.
Speaker A:Und wenn dir gerade alles viel zu viel wird, dann kann dein erster Schritt auch sein, erstmal Ruhe zu finden, um erstmal aus dem Stress rauszukommen, überhaupt klar sehen zu können.
Speaker A:Dann ist das vielleicht der erste Schritt.
Speaker A:Du musst jetzt nicht alles neu ordnen innerhalb von kürzester Zeit, aber du kannst aufhören, dich im Kreis zu drehen.
Speaker A:Du kannst aufhören zu grübeln.
Speaker A:Du kannst anfangen, die Dinge in Bewegung zu bringen und Dinge zu klären, die Schritt für Schritt dazu führen, dass es dir besser geht.
Speaker A:So, da sind wir schon eigentlich wieder am Ende angekommen in diesem Podcast.
Speaker A:Jetzt ist die Was nimmst du mit?
Speaker A:Oder vielleicht kannst du auch konkret die Frage mitnehmen und was hält dich in deiner Beziehung?
Speaker A:Und welchen dieser Gründe, dieser Gründe, die du jetzt aufgeschrieben hast, möchtest du genauer verstehen?
Speaker A:Das können viele Sachen sein.
Speaker A:Liebe, Hoffnung, Sorge, Loyalität, Abhängigkeiten natürlich auch.
Speaker A:Die können eigentlich alle gleichzeitig da sein.
Speaker A:Und wenn du die unterscheiden kannst und darfst, dann musst du nicht die ganze Geschichte, eure gemeinsame Geschichte abwerten.
Speaker A:Ist nicht nötig, es wird ja dann klarer.
Speaker A:Und da merkst du vielleicht beim Nachdenken, ein Grund für mein Bleiben ist für dein Bleiben ist, dass du dich vielleicht verantwortlich fühlst und.
Speaker A:Vielleicht auch ein anderer Grund.
Speaker A:Ja, in der nächsten Folge in meinem Podcast Starke Beziehungen geht es um das Du übernimmst immer die Verantwortung.
Speaker A:Wir schauen drauf, was tatsächlich dein Anteil ist.
Speaker A:Wir schauen, was ihr gemeinsam klären müsst und was du einem anderen erwachsenen Menschen zumuten kannst und nicht abnehmen musst.
Speaker A:Ja, ich freue mich, dass du heute wieder dabei warst im Podcast Starke Beziehungen.
Speaker A:Ich bin Thomas Harney und freue mich, dass du heute dabei warst und freue mich, wenn du beim nächsten Mal auch wieder dabei bist.
Speaker A:Danke für deine Zeit und ich sag Tschüss bis zum nächsten Mal.
Speaker A:So, Das war Podcast 232 und ich bedanke mich, dass du dabei warst.
Speaker A:Danke fürs Zuhören und ich sage Tschüss bis zum nächsten Mal.
Speaker A:Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und empfehle ihn gern weiter.
Speaker A:Weitere Impulse findest du auf bis zur nächsten Folge im Podcast Starke Beziehungen.
