Du möchtest reden und dein Partner macht dicht? Diese Folge zeigt, wie Nähebedürfnis und Rückzug einander verstärken können und wie eine vereinbarte Pause wieder ein Gespräch ermöglichen kann.

Darum geht es in dieser Folge

  • Der Kreislauf aus Klärungsdruck und weiterem Rückzug.
  • Überforderung als mögliche Erklärung statt vorschneller Ablehnung.
  • Die Belastung auf beiden Seiten des Musters wahrnehmen.
  • Pausen mit einem vereinbarten Wiedereinstieg ins Gespräch.
  • Raum geben von dauerhaftem Kontaktabbruch unterscheiden.

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Transcript
Speaker A:

Du willst reden und dein Partner zieht sich zurück.

Speaker A:

Was steckt eigentlich dahinter?

Speaker A:

Herzlich willkommen im Podcast Starke Beziehungen.

Speaker A:

Der Podcast für Klarheit, Orientierung und Entscheidung.

Speaker A:

Herzlich willkommen im Podcast Starke Beziehungen.

Speaker A:

Es gibt einen Satz, den ich immer wieder höre.

Speaker A:

Vielleicht kennst du ihn sogar selbst.

Speaker A:

Immer wenn ich mit ihm oder ihr reden möchte, macht mein Partner komplett dicht.

Speaker A:

Was soll ich bloß tun?

Speaker A:

Ja, das ist so eine typische Dynamik.

Speaker A:

Der eine will reden, der andere zieht sich zurück.

Speaker A:

Der eine sucht das Gespräch und Hey, sag mir doch, was mit dir los ist.

Speaker A:

Der andere geht auf Abstand und beide leiden darunter.

Speaker A:

Und je mehr der eine auf Abstand geht, umso mehr.

Speaker A:

Je mehr der andere auf Nähe haben möchte, umso mehr geht der andere auf Abstand.

Speaker A:

Und dann denkt jeder, dass der andere das Problem sei.

Speaker A:

Und das ist eine spannende, sehr oft vorkommende Dynamik.

Speaker A:

So, wie funktioniert diese Dynamik?

Speaker A:

Was ist das für ein Muster hinter?

Speaker A:

Diese Dynamik?

Speaker A:

Meistens läuft so ab.

Speaker A:

Es gab einen Streit.

Speaker A:

Stellen wir uns mal vor, es gab einen Streit.

Speaker A:

Ein Paar hat sich gerade so ein bisschen gefetzt und so weiter.

Speaker A:

Und jetzt will einer will wieder in Verbindung kommen, will reden und geht auf seinen Partner zu.

Speaker A:

Aber der will nicht reden.

Speaker A:

Der sagt nichts, der schweigt einfach.

Speaker A:

Der macht scheinbar dicht.

Speaker A:

Vielleicht verlässt er sogar den Raum oder er sowas Lass mich jetzt in Ruhe, Ich will nicht mit dir reden oder ich kann nicht reden.

Speaker A:

Und was passiert dann mit dem, der reden will?

Speaker A:

Der wird noch hartnäckiger.

Speaker A:

Der stellt noch mehr Fragen.

Speaker A:

Der rennt ihm hinterher, schreibt WhatsApp oder was weiß ich und versucht in Verbindung zu kommen.

Speaker A:

Der stellt dann noch mehr Fragen, noch mehr Fragen, noch mehr Fragen, weil es seine Strategie ist, in Verbindung zu kommen, indem er Fragen stellt.

Speaker A:

Und was passiert der gegenüber der andere?

Speaker A:

Der fühlt sich jetzt immer mehr unter Druck und weicht noch mehr aus.

Speaker A:

Und dadurch wächst die Distanz immer mehr.

Speaker A:

Es ist die Was passiert da eigentlich?

Speaker A:

Im Grunde genommen passiert dir etwas, das hat was mit Stress zu tun.

Speaker A:

Dein Partner ist gerade im Stress Und viele glauben dann aber die denken gar nicht daran, dass der gerade im Stress ist.

Speaker A:

Die glauben dann der liebt mich nicht mehr oder sie liebt mich nicht mehr.

Speaker A:

Denn die Wahrnehmung ist ja immer Ich will zu dem oder zu ihr.

Speaker A:

Ich will mit ihm oder ihr reden, aber er oder sie zieht sich zurück.

Speaker A:

Und dieser Rückzug hat eine Bedeutung.

Speaker A:

Eben.

Speaker A:

Dieser Rückzug bedeutet Ich bin im Stress.

Speaker A:

Ich will hier raus, weil ich im Stress bin und weil ich mich gerade überfordert fühle, weil ich unsicher bin, weil ich hilflos bin, weil ich gar keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.

Speaker A:

Und das ist das Hauptproblem.

Speaker A:

Der Stress führt dazu, dass man sich vor weiterem Stress und emotionaler Belastung schützen will.

Speaker A:

Und das bedeutet nicht, dass es etwas mit dir zu tun hat, also mit dem, der reden will, sondern ist eigentlich ein Schutzmechanismus.

Speaker A:

Aber weil der andere, der, der reden will, das natürlich gar nicht erkennt und in seinem inneren Programm, wenn ich mit ihr rede, wird alles besser, erkennt er es nicht.

Speaker A:

Der, der ausweicht, denkt aber hingegen wenn wir jetzt darüber reden, dann wird alles noch schlimmer.

Speaker A:

Dann sage ich lauter falsche Dinge und dann haben wir noch mehr Stress und es eskaliert und ich kriege es gar nicht mehr gerettet.

Speaker A:

Und dabei handeln beide total logisch.

Speaker A:

Der eine, der reden will, will in Verbindung kommen und der andere will den Streit nicht weiter eskalieren, deswegen geht er raus, nur dass das gerade nicht zusammenpasst.

Speaker A:

Beide handeln aus ihrer eigenen Erfahrung.

Speaker A:

Das ist eine Strategie, die aus der Persönlichkeit kommt, aus der Kindheit und die vielleicht in anderen Konstellationen funktioniert hat.

Speaker A:

Aber eigentlich ist es blöd, weil so reden beide aneinander vorbei Und dann viele kommen auch zu mir und Mein Partner will nicht mit mir reden.

Speaker A:

Mit dem kann man nicht reden.

Speaker A:

Der ist das Problem, Sie ist das Problem.

Speaker A:

Und dabei erkennen sie halt nicht, dass das Muster da ist.

Speaker A:

Und weil sie es nicht erkennen, versuchen sie eine Logik zu erkennen.

Speaker A:

Sie versuchen zu verstehen, warum macht der die das?

Speaker A:

Warum macht sie das?

Speaker A:

Warum macht er das?

Speaker A:

Und da gibt es natürlich keine Antwort drauf, außer das, was ich gerade gesagt habe.

Speaker A:

Wenn ich die nicht finde, dann ver ich an das auf mich persönlich zu beziehen oder auf den anderen zu beziehen.

Speaker A:

Der kann das halt nicht, der ist halt zu blöd, der mag mich nicht mehr und so weiter.

Speaker A:

Und so wird das dann persönlich genommen und so wird es immer schlimmer, immer schlimmer, immer schlimmer und findet kein Ende.

Speaker A:

Jetzt ist die Was hilft denn dann?

Speaker A:

Was wäre denn die Lösung in dem Fall?

Speaker A:

Denn reden hilft nicht.

Speaker A:

Rausgehen, schweigen hilft auch nicht.

Speaker A:

Also müssen beide erstmal erkennen, dass genau dieses Muster da ist.

Speaker A:

Habe ich selber übrigens erlebt.

Speaker A:

Ich musste erstmal für mich erkennen, dass ich im Stress bin.

Speaker A:

Meine Frau musste erkennen, dass sie mich in Stress versetzt, wenn sie reden will.

Speaker A:

Und ich musste verstehen, dass wenn ich rausgehe, dass es sie in Stress versetzt.

Speaker A:

Wenn ich nicht rede.

Speaker A:

Das war schon echt kurios.

Speaker A:

Und dann mit dieser Erkennung kann man verstehen, dann kann der eine, der reden will, auch anfangen, dem anderen Raum zu geben und Verständnis zu zeigen zu Hey, okay, ich sehe, dass du jetzt im Stress bist, Ich sehe, dass du jetzt gerade nicht reden kannst.

Speaker A:

Und dann sagt der Danke, dass du das machst.

Speaker A:

Jetzt bekomme ich endlich meinen Raum und meine Ruhe.

Speaker A:

Und dann kann ich auch wieder zu dir zurückkommen und mit dir reden.

Speaker A:

Und so beginnt Veränderung.

Speaker A:

Also halten wir fest, was ist die wichtigste Erkenntnis daraus?

Speaker A:

Wenn sich einer zurückzieht, dann ist das kein schlechtes Verhalten.

Speaker A:

Schutzprogramm.

Speaker A:

Und durch diesen Schutz, durch diesen Rückzug wird die Beziehung nicht zerstört, Sondern wenn wir diesen Rückzug entsprechend bewerten.

Speaker A:

Wenn wir Du willst nicht mit mir reden, du bist doof, du liebst mich nicht.

Speaker A:

Wenn der Rückzug als Ablehnung interpretiert wird, dann entsteht eigentlich das Problem erst Erst dann, dann entsteht die Distanz.

Speaker A:

Dann wird das Muster immer wiederholt, wiederholt, wiederholt, wiederholt, wiederholt.

Speaker A:

Und darum geht es.

Speaker A:

Wenn du das Muster aber erkennst und ihr euch beide den Raum gebt Ich würde gerne reden.

Speaker A:

Ich weiß, dass du gern reden möchtest, aber ich brauche meinen Raum in Ruhe zu haben.

Speaker A:

Ich weiß, dass du Ruhe haben möchtest und ich gebe dir diesen Raum.

Speaker A:

Und wenn ihr das schafft, dann findet er auch wieder zueinander.

Speaker A:

Weil dann, wenn der eine wieder kann und aus seinem Stress raus ist, dann kann er auch mit dem anderen wieder reden.

Speaker A:

Thats it so einfach.

Speaker A:

Vielleicht hast du dich wiedergefunden, Vielleicht hast du dich erkannt, Vielleicht bist du der, der immer reden möchte.

Speaker A:

Vielleicht bist du auch der, der sich immer zurückzieht.

Speaker A:

Manchmal gibt es auch situativ den Fall, dass du in beiden Rollen bist.

Speaker A:

Jetzt kommt das Versucht jetzt nicht in dem anderen das Problem zu sehen und auch nicht in dir, sondern erkennt das Muster und versucht dann das Muster zu unterbrechen.

Speaker A:

Das ist das Entscheidende.

Speaker A:

Musterunterbrechung.

Speaker A:

Pattern Interrupt.

Speaker A:

Wenn euch das gelingt, dann habt ihr ganz, ganz viel geschafft.

Speaker A:

Das ist nur ein kleiner Schritt, aber der bringt unheimlich viel zu sagen Hey, wir sind da gerade in dem blöden Muster.

Speaker A:

Lass uns mal kurz innehalten, lass uns mal kurz Ruhe finden, damit wir aus diesem Muster rauskommen.

Speaker A:

Und dann braucht halt jeder 10 Minuten, eine halbe Stunde oder von mir aus auch einen Tag.

Speaker A:

Aber dann kommt ihr nicht mehr in die gleiche Schleife.

Speaker A:

Dann beginnt ihr das anders zu machen und dann könnt ihr Hoffnung haben, weil damit habt ihr eine Lösung, damit umzugehen, mit euren eigenen Verhaltensmustern und Strategien und könnt das besser lösen.

Speaker A:

Ja, so viel zum Thema Nähe und Rückzug und was tun, wenn mein Partner nicht mit mir reden will.

Speaker A:

Ich freue mich, dass du dabei warst.

Speaker A:

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann teile sie gerne und ich freue mich auch über ein Like.

Speaker A:

Ich sag tschüss, bis zum nächsten Mal im Podcast Starke Beziehung.

Speaker A:

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Speaker A:

Weitere Impulse findest du auf thomasharneit DE.

Speaker A:

Bis zur nächsten Folge im Podcast Starke Beziehungen.