Was macht eine Weltreise mit eurer Beziehung? Bianca und Armin von „Endlich Weltreise“ erzählen von intensiver Nähe, Unsicherheit, Konflikten und ihrer gemeinsamen Ausrichtung.

Darum geht es in dieser Folge

  • 24 Stunden Nähe und der Bedarf nach Rückzug.
  • Finanzielle Fragen, Ängste und ungewohnte Situationen.
  • Verantwortung, Planung und Aufgaben gemeinsam verteilen.
  • Konflikte offen klären und Routinen entwickeln.
  • Eine gemeinsame Vision vor und während der Reise.

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Bianca und Armin – Endlich Weltreise

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Transcript
Thomas:

Viele Paare träumen davon, einfach alles hinter sich zu lassen, den Alltag, die ganze Welt.

Aber was passiert, wenn man dann plötzlich das tut, sich auf Weltreise begibt, aber 24 Stunden am Tag sozusagen aneinander gefesselt ist, immer zusammen ist. Was passiert mit den täglichen Routinen? Was ist, wenn man die Arbeit nicht mehr so hat, wie es gewohnt ist und es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten.

Wird die Beziehung dann stärker oder bricht sie irgendwann auseinander? Dieses spannende Thema ist heute das Thema im Podcast Starke Beziehungen.

Und ich habe heute Armin und Bianca zu Gast und ich freue mich sehr, dass ihr da seid. Hallo zusammen.

Bianca:

Ja, hallo Thomas.

Armin:

Hallo Thomas.

Bianca:

Wirklich schön, dass wir hier sein dürfen. Also wir freuen uns wirklich sehr, dass du uns eingeladen hast und dass wir das Gespräch jetzt hier heute mit ihr führen dürfen. Ist echt toll.

Thomas:

Ja, ich finde es auch mega. Und das Vorgespräch war schon sehr spannend, weil das ist alles so ganz anders, als man das kennt.

Ihr seid ja zum Beispiel gar nicht in Deutschland und ihr habt also diese Entscheidung getroffen, einfach mal jetzt auszubrechen und auf Weltreise zu gehen. Und wie das alles passiert ist, das erfahren wir jetzt gleich von euch.

Erzähl doch einfach mal, was hat euch dazu bewogen, einfach auszusteigen aus dem Alltag?

Bianca:

Du bist ja schon viel früher ausgestiegen wie ich. Sollen wir mit deiner Geschichte anfangen oder soll ich mal so loslegen?

Armin:

Bei mir war es so, dass ich schon ganz früh gespürt habe, dass da, wo ich aufgewachsen bin, nicht wirklich der Platz ist, wo ich längerfristig gerne sein möchte und so sagen. Mein Ausweg war dann, dass ich sehr oft auf Reisen war und ich habe vorgenommen, wenn es dann mal geht, dass ich längere Zeit auf Reisen bin.

Das habe ich jetzt schon ein paar Mal im Leben gemacht, als Rucksack um die Welt gereist.

Und ich war aber in letzter Zeit, also es hat schon vor 10, 15 Jahren angefangen, war ich immer wieder allein unterwegs und habe festgestellt, wenn man so lange unterwegs ist alleine, dann tut sich was mit einem. Ich habe mich dann manchmal einsam gefühlt und ich konnte die schönen Momente nicht teilen.

Und wir sind dann, als wir zusammengekommen sind, kurz davor hatte ich mir fest vorgenommen, das war in der Corona Zeit, dass ich da noch mal auf Reisen gehe, um meine Freunde, die überall auf der Welt also dann in USA, Mexiko, Australien, Neuseeland verteilt sind, noch mal zu besuchen und wir sind dann zusammengekommen, Bianca und ich. Und ich habe dann festgestellt, ich möchte trotzdem auf Reisen gehen. Es war total super.

Natürlich am Anfang noch gigantisch verliebt und ich konnte aber nicht den Gedanken loslassen, dass ich wirklich das machen möchte. Und dann nach drei, vier Monaten habe ich dann Sie Du, ich will noch mal auf Reisen gehen. Willst du mit nach drei, vier Monaten.

Thomas:

Gleich nach dem Kennenlernen?

Armin:

Ja.

Hat sie so lange gewartet, weil mir das dann schon nicht so leicht fiel, es zu fragen, weil ich ja wusste, sie ist ja in einem recht stabilen Arbeitsverhältnis.

Bianca:

Also bei mir war das so, ich habe den Wunsch zu reisen schon seit meiner Kindheit gehabt.

Also ich bin auch viel mit meinen Eltern gereist und habe dann gesehen, was das mit einem macht, in fremde Kulturen zu gehen und so die Gerüche, wie sich das anfühlt, wie die Menschen ganz anders ticken wie die zu Hause. Und ich habe dann immer mal den Plan gehabt, jetzt für längere Zeit zu reisen oder vielleicht sogar auf eine Weltreise zu gehen.

Dann bin ich mit dem ersten Kind schwanger geworden, dann wollte ich mit dem ersten Kind reisen. Ich dachte mir, okay, mit einem Kind kann man das noch machen. Und dann bin ich wieder schwanger geworden.

So hatte ich dann jetzt zwei Kinder und habe mich dann dazu entschlossen, einen guten Beruf zu machen.

Also ich war dann letztendlich angestellt bei BMW und habe gut verdient und habe dann die Zeit in meiner Freizeit genutzt, um viele ehrenamtliche Projekte voranzutreiben. Also ich hatte ein wirklich ausgefülltes Leben, aber auch immer so knapp vorm Burnout.

Ich habe so viel gearbeitet und für andere gegeben und getan in meinen ehrenamtlichen Projekten. Also ich hatte manchmal so das Gefühl, ich halte mich jetzt hier nur noch mit Willenskraft über Wasser.

Und manchmal bin ich dann aber trotzdem nachts aufgewacht und hatte Herzklopfen und hab gespü Hey, wenn du jetzt stirbst, hast du wirklich was verpasst. Also ich hatte manchmal Angst, dass wenn ich sterbe und ich habe all meine Träume, die ich ja seit der Kindheit hatte, nicht verwirklicht.

Also ich muss da noch was machen.

Und dann gingen die Kinder aus dem Haus und ich hatte dann auch wieder ein sehr gutes Angestelltenverhältnis, IG Metalltarifvertrag, wo sich ja wirklich viele in Deutschland darüber freuen würden, dann habe ich halt Armin kennengelernt und er hat mir dann diese Frage gestellt und ganz ehrlich, Thomas, also ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet und ich habe natürlich sofort ja gesagt. Also das ist so mein Typ, sofort Ja zu sagen. Aber mir ist auch zur gleichen Zeit heiß und kalt geworden. Ich habe geschwitzt am ganzen Körper.

Ich hab regelrecht gezittert. Ich hatte Panik, ich hatte keine Ahnung, wie ich das finanzieren soll.

Also ich hatte ja keine, ich hatte keine Rücklagen und ich habe mein gesamtes Geld immer verkonsumiert dann in meinen doch recht teuren Urlauben. Ich hatte ja dann ungefähr zehn Prozent des Jahres zur Verfügung, um meine Träume zu leben und ich habe Ja gesagt.

Und so hat dann die Geschichte ihren Lauf genommen.

Thomas:

Also erstmal interessant, weil du wolltest ja schon immer reisen, aber gleichzeitig warst du so unheimlich in diesem Hamsterrad aus Thun drin und auch noch sicher bei der BMW, bei der Metall und so weiter, was eine unheimlich hohe Hürde gewesen sein muss, da sich loszueisen. Hast du da was Besonderes machen müssen? Was was hat es gebraucht, um dann letztendlich auch da loslassen zu können?

Bianca:

Also mein Wunsch nach Freiheit war größer als das Sicherheitsdenken, aber es war echt ein innerer Kampf. Also das war nicht einfach.

Und wir haben auch den Abreisezeitpunkt immer wieder nach hinten verschoben und es sind natürlich auch noch andere Prozesse entstanden zwischen uns, weil er war noch nie so lange mit einer Person überhaupt zusammen und wir waren ja jetzt auch überhaupt noch gar nicht so lange zusammen. Und dann mit der Ich schmeiß mein ganzes Leben hin, um mit ihm auf Weltreise zu gehen und Dann sind wir 24 7 zusammen.

Wir kannten uns ja noch gar nicht.

Thomas:

Das ist ja all in wie beim Roulette. Ich setz alles auf eine Zahl. War das so? Hast du dich auch so gefühlt?

Bianca:

Ja, also ich habe so viele Gefühle gehabt zu der Zeit.

Also ich hatte Angst und Freude, die Aussicht, endlich diese Freiheit zu spüren, aber dann natürlich auch nicht zu wissen, was passiert denn dann wirklich? Reicht das Geld? Kann ich mich auf ihn verlassen? Wie werden wir uns verstehen? Was ist, wenn irgendwas schiefgeht oder wenn wir zurückkommen?

Ich habe kein Leben mehr. Das sind halt alles Gedanken, die dann irgendwie kommen.

Thomas:

Alles Ab und wann seid ihr dann gestartet? Ging das dann auch relativ zeitnah?

Bianca:

Anderthalb Jahre später,.

Armin:

Längerer Prozess, also schon.

Thomas:

Ein bisschen Vorbereitungszeit oder war es noch dieses Loslassen und so? Was ist noch da passiert in dieser Zeit?

Bianca:

Ja, also einerseits habe ich das Geld sparen müssen, wir haben uns eine Kalkulation gemacht und dadurch, dass ich ja dann mit einem Reiseprofi zusammen war, wusste ich auch, wie man das ganze Tun kalkulieren hat. Und es ist viel günstiger, wie viele denken. Also ich dachte auch, man braucht Euro dafür.

Wir haben dann aber erstmal mit Euro kalkuliert für circa ein halbes Jahr und die Euro hatte ich dann auch recht schnell zusammen.

Dadurch, dass ich mir das Ziel gesetzt hatte und mich darauf ausgerichtet habe und konsequent einen Schritt nach dem anderen gegangen bin, ging das dann erstaunlich schnell, muss ich ganz ehrlich sagen. Also das hätte ich nicht gedacht.

Armin:

Mir hat es jetzt auch überrascht.

Für mich war das auch so, dass ich dann so gedacht habe, ja, so eine gute Zeit ist, dass wir mal vier, fünf Monate reisen und dass es so ein Betrag ist, wo es auch realistisch ist, dahin zu kommen auch mal. Ja, also für Bianca, auch wenn ich dann schon wusste, okay, sie war eher der Spender, also der, der es ausgibt.

Und mich hat es auch total überrascht, weil sie hat dann wirklich glaube so, wenn die Zahl im Kopf ist, dann tut sich einiges. Und da bist du jetzt, glaube ich, relativ schnell in die Zahl rangekommen, ohne dass du das so gedacht hattest am Anfang, oder?

Bianca:

Ja, es ging schön.

Thomas:

Also den Betrag, den es zu sparen galt, meinst du, oder?

Bianca:

Genau. Aber warum es dann länger gedauert hat, dass wir losgereist sind, das waren einfach auch die Prozesse, die wir hatten.

Und ich habe dann auch noch versucht, ein Sabbatical zu bekommen in der Firma, wo ich gearbeitet habe, was grundsätzlich möglich ist. Ich habe es aber nicht bekommen, weil die auf meine Arbeitskraft nicht verzichten konnten. Also das war die Begründung für die Ablehnung.

Und okay, dann habe ich halt den radikalen Schritt gemacht.

Thomas:

Okay, also wirklich leinenlos und keine Sicherheit mehr.

Armin:

Und für mich war das schon noch eine andere Sache, weil so, wenn man in eine Beziehung reinkommt und Bianca hat diesen sicheren Anker, denn ich war davor selbstständig schon längst gelassen. Aber ich fand es gut, dass sie so einen Beruf hatte, wo echt viel Sicherheit gibt.

Und dann zu sehen, sie will das jetzt aufgeben, war für mich nicht so einfach, weil für mich war das, ich habe das jetzt veranlasst und dann hatte ich eher zu ihr gesagt, Königin versucht du erstmal so ein Sabbatical und so erstmal auf der, weil ich auch vom Typ her eher derjenige bin, der, obwohl ich mehr gereist bin, bin ich der, der mehr auf die Sicherheit geht als sie. Und das waren schon etwas längere Prozesse, dann lange versucht hatten, eine Lösung zu finden, wo sie weiterarbeiten kann.

Ich wollte auch, das war für mich, ich habe dann Verantwortung auch gespürt.

Kann man sich wahrscheinlich auch als du hören vorstellen, wenn man so was jemand vorschlägt und man weiß genau, der andere muss jetzt so alles, was sein ganzes Fundament, also mir das finanzielle und berufliche Fundament, was ja bei vielen sehr viel ausmacht, das meiste ausmacht, dann aufgeben. Das war für mich auch, wo ich viele Gedanken dann hatte.

Thomas:

Genau. Erstmal in dem Moment, wo du das loslässt. Was kommt denn da neu? Das ist ja dann auch die Frage.

Hattest du da schon eine Idee oder hast du gesagt, okay, ich kündige jetzt und jetzt gehen wir erst mal auf Reisen und dann gucken wir einfach, was dann kommt?

Bianca:

Ja, also ich hatte erst einmal die Idee, dass ich mich nach der Reise wieder anstellen lasse, dass ich mir dann halt eine neue Anstellung suche und dann sind wir ein bisschen gereist und ich habe ganz schnell Wow, das ist mal ein ganz anderes Leben. Nicht morgens vom Wecker geweckt werden.

Ich kann selber entscheiden, wie ich mir den Tag gestalte und jeden Tag wirklich diese Freiheit zu spüren, was mache ich heute? Lese ich ein Buch, Bilde ich mich weiter? Gehe ich an den Strand, mache ich Sport, Was auch immer. Also sich komplett sein Leben selber zu gestalten.

Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, zurück in ein Angestelltenverhältnis zu gehen. Das glaube ich, ging ziemlich schnell.

Ich habe mich dann während der Reise mit Hochdruck weitergebildet, damit ich danach befähigt bin, selber ein Business aufzubauen oder als Selbstständige zu arbeiten oder aber auch im Bereich Investing und Trading. Also da habe ich viel von Armin gelernt und da konnten wir dann auch auf der Reise schon Umsatz machen, also beziehungsweise Einnahmen generieren.

Thomas:

Okay, also wie kann ich mir das vorstellen am Anfang, ihr seid, also nach anderthalb Jahren seid ihr dann so Leinen los und jetzt geht's ab. Wo seid ihr denn hingegangen? Was war euer erstes Ziel und wie lange wart ihr dort?

Armin:

Ja, also wir haben, weil ich ja hatte ja erwähnt, ich wollte unbedingt meine Freunde, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, persönlich noch mal treffen. Das war nicht so klar während Corona, ob und wie das möglich ist.

Und ich habe festgestellt, es ist unheimlich wichtig für mich, so einen persönlichen Kontakt zu halten und nicht nur über Online Medien. Und deswegen ging es am Anfang zu einem meiner besten Freunde, zu Omar.

In Mexiko Stadt wohnt er und wir wollten davor noch ein bisschen sozusagen Mexiko erleben, waren in Yucatan Halbinsel in Cancun.

Da sind wir gestartet und da ist auch so, wenn man nach Mittel und Südamerika fliegt, ist das auch ganz geschickt als Anlaufstation, weil es da recht günstige Flüge gibt. Und das ist ja auch Teil von was ich so ein bisschen praktiziere, dass ich sage, okay, ich versuche da auch Budget im Auge zu halten.

Und Cancun, Yucatan ist ja auch tolle Destination am Anfang. So hat es begonnen.

Bianca:

Ja, wir haben so die Reise so organisiert. Den ersten Teil der Reise hat Armin organisiert, weil es war ja sein Bestreben, seine Freunde überall auf der Welt zu besuchen.

Und dann hat er okay, und wenn wir dann in Asien angekommen sind, dann bist du dran, weil mein Vater hat da mal gelebt und da kenne ich mich auch ganz gut aus in Thailand und so weiter.

Armin:

Was ich dazu sagen darf, ist, ich war bis dahin, ich war überhaupt nicht gewohnt, nicht selber zu planen.

Ich habe alles geplant gehabt und am Anfang der Reise hatte ich auch gefühlt sehr, sehr viel Verantwortung, weil ich war in den Ländern schon unterwegs und dann danach, als wir sozusagen gewechselt haben, hat sich die Verantwortung gewechselt. Und das war auch das Tolle, weil wir haben im Vorfeld haben wir es ein bisschen abgesprochen gehabt, der was macht.

Und ich glaube, das ist ganz wichtig, wenn man vorher schon ein bisschen weiß, was macht wer dann passt das glaube auch besser zusammen. Im Zusammenleben kann man ein bisschen was abgeben, kann man das auch wirklich und fühlt man sich dabei wohl?

Das war so meine Erkenntnis auch, dass ich das dann gut machen konnte auch OK, mach du mal die Planung und ich sozusagen hänge mich ein bisschen mehr hinten an.

Thomas:

Interessante Erfahrung noch mal zu dem Zeitraum. Also wie lange hattet ihr geplant jetzt erstmal weg zu sein?

Armin:

Vier bis fünf Monate war es erstmal geplant, also nicht vier Wochen.

Thomas:

Okay, das ist schon mal ein Unternehmen. Genau.

Bianca:

Und wir haben die Flüge, also wir haben die Flüge, die ersten vier Monate durchgebucht, schon acht Monate vor der Reise, weil wir festgestellt haben, dass wir die dann viel viel günstiger bekommen. Das heißt, wir haben für unsere Flüge zu zweit gezahlt, um von Spanien nach Mexiko zu kommen, von Mexiko in die USA.

Da haben wir einen großen Roundtrip gemacht über fünf Wochen nach Französisch Polynesien, dann nach Neuseeland und dann nach Australien und dann ging es nach Thailand. Und für all diese Flüge haben wir zu bezahlt.

Thomas:

Ne, das gibt es ja nicht. Ich hätte jetzt gedacht, dass ein Flug schon alleine bestimmt ein Tausender pro Person kostet. So Wahnsinn.

Armin:will, dann kostet schon fast:Thomas:

Sehr stark.

Armin:

Macht einen riesen Unterschied. Ja genau, das gab es eigentlich vor diesem. Also ja, wir hatten dann auch keinen Rückflug gebucht, sondern erstmal den Hinflug.

Nur was ich selber auch interessant finde, einfach mal einrichten und zu gehen und es offen zu lassen.

Also einfach für den Geist mal so, einfach mal losziehen, ohne sozusagen das richtige Datum oder ein konkretes Datum für die Rückreise schon zu haben. Das macht auch mein Geist was.

Bianca:

Als wir dann in Asien angekommen waren, sind wir da erstmal geblieben, also haben die Reise dann auch verlängert. Da war ich ja dann dran mit der Planung.

Thomas:

Genau, also für Armin war es ja, du bist das ja gewohnt gewesen, aber Bianca, für dich zum Beispiel, hattest du noch mal, bevor es jetzt richtig losging, gab es da doch noch mal so irgendwie Bammel oder so oder wie war das so der letzte Tag?

Bianca:

Ja, natürlich, ich habe total schön gehabt. Ich war richtig aufgeregt. Ich habe ja auch zwei Kinder.

Thomas:

Ja, genau, die sind ja schon älter, sagtest du.

Bianca:

Genau, die sind ja schon aus dem Haus und ich glaube, die fanden schon ein bisschen komisch. Es ist tatsächlich so, dass das Umfeld sehr gemischt reagiert. Da muss man sich, wenn man das vorhat, ein bisschen darauf einstellen.

Man weiß nicht, wie die Leute damit umgehen. Manche finden es total super und bejubeln das und wiederum andere meistens gar nicht.

Die, von denen man das erwartet, finden es sehr kritisch und unterstellen dann auch, dass man vor etwas wegläuft oder auf der Suche nach sich selber ist oder dass man das eher aus Mangelgefühl heraus tut und nicht aus der Freude, jetzt wirklich was richtig Geiles zu erleben und die Freiheit zu spüren.

Thomas:

Die sind doch nur neidisch und wollen selber alle weg.

Bianca:

Vielleicht ist das dann der Ausdruck davon.

Thomas:

Man weiß es nicht genau.

Armin:

Ich glaube, das ist halt auch, weil wenn man das mitbekommt und selber seine eigene Situation sieht, dann bedeutet es ja für einen, dass man sehr viel loslassen muss und man sieht dann beim anderen, der lässt sehr sehr viel los. Und ja, das wird dann eben von manchen hört man dann ja, wie könnte das nur machen, weil Existenzängste dann auch projiziert werden.

Was ich aber nach oder wir nachvollziehen können, klar ist nicht etwas, was man so kurz macht. Deswegen hat es bei uns auch ein bisschen länger gedauert.

Insgesamt glaube ich, wenn man dann schon im Vorfeld viele Sachen besprechen muss als Paar und sich da auch finden muss, dass jeder sozusagen auch gehört wird vom anderen gerade. Also für mich auch zu wissen, okay, jetzt bist du.

Deswegen habe ich auch ganz gebe ich zu, habe immer gesagt, wir probieren das erstmal für ein paar Monate aus. Erstmal finden wir uns da wirklich auch Gut zurecht. Die 24 Stunden zusammen ist was anderes für eine Partnerschaft.

Sonst hat man immer wieder genau das anderen Rhythmus zieht sich ja doch nicht jeden Tag sieben Tage die Woche immer. Das macht was mit einem, wenn man.

Bianca:

Dann und man kann auch nicht mal eben schnell zu der Freundin oder zu den Kumpels hier sind ja nicht dabei.

Thomas:

Und habt ihr dann irgendwie gab es dann irgendwann das erste Mal so eine Spannung, wo es auch mal zum Streit gab oder kam oder so oder ja.

Bianca:

Ist, wir streiten uns öfter mal und es gab auch während der Reise auch mal einen Moment, wo ich boah, jetzt wird es mir zu viel, jetzt brechen wir das ab. Und wir haben es dann aber wirklich geschafft, uns zusammenzuraufen, uns hinzusetzen und über die Sachen zu reden.

Also wirklich authentisch zu gucken, was ist das denn jetzt hier bei jedem Einzelnen, was da getriggert wird? Welches Bedürfnis steckt wirklich dahinter? Und möchte ich jetzt einfach nur Recht haben oder ein gutes Miteinander?

Also das ist ja auch wirklich oft, dass man oftmals einfach nur ums Rechthaben streitet. Und ja, es geht ja im Prinzip darum, dass man ein gutes Team ist und ein gutes Miteinander hat.

Und das spürt man auf so einer Reise noch mehr, weil man bis zu zweit, man muss sich auf den anderen verlassen können.

Thomas:

Ja, genau. Und voneinander abhängig ist auch ein bisschen, ne? Stück weit. Oder.

Armin:

Ich bin eher der Typ, der dann doch ab und zu mal sich zurückzieht in so einer Diskussion oder Streitgespräche, wie auch immer.

Und auf so einer Reise, dann hat man halt eine Unterkunft und man weiß sozusagen, dass wenn man jetzt ein Problem hat, dann muss man sich damit eher auseinandersetzen, weil man ja zusammen noch reist. Ist alles in dem Zimmer, wo man dann meistens übernachtet werden Hütte, Zimmer. Und das ist dann so, wo man sich selber mehr dann öffnen muss.

Also das war mein Gefühl und das hat mir schon geholfen.

Es war zwar manchmal hart, wenn man dann so die Tendenz aus meiner Sicht hat, vielleicht eher aus dem Weg zu gehen, aber dann merkt man, ne, bringt nichts, weil ich kann mich, ich muss mir der Situation stellen. Wenn man diese Situation Urlaub, gemeinsam Reisen, gemeinsam, das hat man dann nicht so. Da kann man sich eher zurückziehen.

Bianca:

Alleine meinst du?

Armin:

Ja, wenn man jetzt nicht auf Reisen ist, immer zusammen, kann man sich eher zurückziehen. Und da das nicht so ist, muss man sich eher der Sache stellen. Und es tut auch was mit einem.

Also ich habe schon das Gefühl gehabt, dass wir dann beide offener waren.

Thomas:

Für.

Armin:

Eine Lösung und dann aber auch die anderen Momente wieder intensiver genießen konnten. Also was wir dann gemeinsam erlebt haben, fand ich schon so eine Entwicklung aufgrund von der Enge auch.

Also erstmal härter, aber dann auch freudvoller.

Thomas:

Jawohl, genau. Du bist ja vorher nun viel alleine unterwegs gewesen und musstest dich da gar nicht mit jemand anders arrangieren. Und wie habt ihr das gemacht?

Wie habt ihr diese sozusagen neue Streitkultur entwickelt?

Also ergab sich das einfach aus dem Zwang heraus oder war das schon, hatte einer von euch das schon ein bisschen besser drauf oder wie seid ihr da hingekommen?

Bianca:

Was meinst du?

Armin:

Ich deute jetzt auf Bianca. Ich finde schon, dass du da, dass.

Bianca:

Ich das mehr drauf habe, noch nie drüber geredet. Interessant.

Ja, also für mich ist halt wichtig, dass man sich dann irgendwann hinsetzt und wirklich darüber spricht und nicht einfach den Sachen aus dem Weg geht.

Ich meine, klar, ich bin schon emotional, ich kann auch mal lauter werden, aber ich denke, ich weiß dann auch immer noch, was ich sage und ich möchte auf eine Lösung hin und bin relativ selbstreflektiert dann in dem Moment. Ich bin dann schon so, dass ich so du bleibst jetzt hier, wir klären das jetzt Und dass ich da dann auch nicht so viel Ausweg lasse, aber.

Armin:

Auf diplomatische Art und Weise. Also ich habe dann schon festgestellt, dass ich habe gemerkt, dass sie wirklich Interesse hat, auch zu verstehen. Also wir werden offener.

Wir haben nicht nur sozusagen uns dann jeder in seinem Standpunkt am Anfang. Ja, und ich habe halt aus meiner Erfahrung diesen Schritt, ich komme aus meinem Standpunkt raus, habe ich nicht immer so gut geschafft gehabt.

Ich fand jetzt, dass in den Diskussionen, dass Bianca dann versucht, okay, wie geht es dir damit? Und ich konnte dann ein bisschen mehr darüber reden, wie es mir geht und sie hat gesagt, interessiert dich auch, wie es mir geht und erzähl.

Und dann hat es auf einmal ist es wie soll der Spannungsbogen ein bisschen abgefallen. Man konnte sich mehr öffnen. Das hatte ich empfunden. Das ist so.

Thomas:

Ja, sehr gut. Genau. Ja, wenn einer, wenn beide sich zurückziehen, funktioniert das nicht.

Und wenn einer sozusagen die Tür offen lässt und Komm her, ich nehme dich an, so wie du bist und so, dann kann das funktionieren, dass ihr im Gespräch bleibt und habt ihr heute von vornherein eine andere Streitkultur? Also das heißt, hast du gar nicht mehr das Bedürfnis, dich erstmal zurückzuziehen, Armin? Oder ist das immer noch so?

Armin:

Die Tendenzen sind schon noch da.

Ich habe aber, weil das ist wirklich das, also was ich persönlich als das Tolle empfinde, vielleicht ist auch gerade für jemand, der jetzt dann zuhört, interessant zu sehen, wenn man, wenn man sich selber immer wieder in Situationen befindet und dann mitbekommt, okay, erst rege ich mich auf, dann steigere ich mich rein in die Situation, dann will ich mich zurückziehen und dann merke ich, dass der andere mir Fragen stellt und ich aber auch andere Fragen stellen kann, wo wir dann auch nach gewissen Zeit, aber wir beide fühlen uns dann hinterher wohler und dann erkennen wir seine eigenen Tendenzen mehr empfinde ich jetzt für mich, dass ich erkenne es jetzt mehr und kann dann früher gegensteuern, weiß nicht, das ausdrücken soll. Ich erkenne es dann früher und sagen, vielleicht kann ich jetzt doch mal einen anderen Schritt machen, den ich früher nicht machen konnte.

Aber es ist immer noch so, dass die Vorgeschichte kommt immer noch, aber sie geht schneller vorbei. So mein Empfinden.

Thomas:

Ja. Das ist ja immer auch in Form von Stress, wenn so ein Konflikt entsteht. Und dann geht man ja eben raus, weil man dann gerade im Stress ist.

Ist ja ganz normal erstmal. Genau. Und durch die Gewohnheit, dass das doch funktioniert, ohne dass das weiter eskaliert.

Vielleicht gab es früher mal die Erfahrung, funktioniert das dann super, Jetzt seid ihr ja nun jeden Tag zusammen. Und dann denke ich mir, wie könnt ihr denn da jeder trotzdem seinen Freiraum behalten oder unterschiedliche Bedürfnisse unter einen Hut kriegen?

Musstet ihr da viele Abstriche machen oder wie löst ihr sowas?

Bianca:

Also wir haben beide auch immer was gearbeitet, also für uns selber Weiterbildungen und so und haben das dann so aufgeteilt, räumlich, sage ich jetzt mal, dass wir uns nicht in die Quere gekommen sind. Entweder wir haben uns unterschiedliche Sitzplätze gesucht oder der eine ist dann schon mal zum Pool gegangen, der andere hatte das Zimmer für sich.

Und ja, so haben wir das dann gemacht,.

Thomas:

Auch in Hotels untergebracht oder privaten Unterkünften, Airbnb und sowas, oder?

Bianca:

Ja, genau, richtig. Also bunt gemischt alles.

Thomas:

War das auch wieder finanziell, wenn ich mir so denke, da hätte ich so den Gedanken hin, kommen wir noch, aber vielleicht kommen wir gar nicht mehr zurück, vielleicht ist Kohle schon vorher alle oder so.

Armin:

Also Bianca hatte von Anfang an, das geht ja heutzutage ziemlich einfach, so einen Ausgaben Tracker mit dabei.

Und ich glaube, das ist auch gut zu wissen, wenn man unterwegs ist, wo steht man eine App, da haben wir immer praktisch geschaut, was sind die ganzen Ausgaben, wo sind wir im Durchschnitt unterwegs und reicht es dann? Und das war dann tatsächlich so, dass wir festgestellt haben, dass wir länger reisen können. Das hat die Bianca natürlich gleich ausgenutzt.

Bianca:

Wir haben das bis zum letzten Punkt, wo wir tatsächlich auf Reise sein konnten, genutzt. Und dadurch, dass wir halt die Reisen gut, also das Reisebudget gut in der Übersicht hatten, hat es auch gut funktioniert. Und es ist möglich.

Auch Hotels sind nicht so teuer. Wir wissen jetzt ungefähr, was man für einen Tagesdurchschnitt oder Monatsdurchschnitt dann ja auch pro Land bzw. Kontinent so ansetzen muss.

Und ich meine, in Asien sind es dreiig am Tag für zwei sogar zu zweit. Da kommt man hin, USA, Australien und Neuseeland ist natürlich ein bisschen was teurer, aber mit ein paar Travel Hacks geht es da auch günstiger.

Und da sind dann natürlich auch gute Unterkünfte mit dabei. Vor allem, wir wollen nicht auf Komfort verzichten. Also das ist mir ganz wichtig.

Armin ist nämlich vor mir eher der Rucksack Traveller gewesen, der dann auch schon mal so was wie Couchsurfing oder so gemacht hat oder hier diese Dormitories. Wie heißt das? Das ist nichts für mich.

Also weißt du, wenn ich irgendwo in heißen Ländern brauche ich eine Klimaanlage und ich habe auch gerne einen Pool, die Matratze muss bequem sein. Also in Asien 3 Sterne, aller mindestens 4 Sterne besser. Und ja, ich meine in der USA haben wir eigentlich auch ganz gute Unterkünfte gehabt.

Armin:

Wir haben aber auch gezeltet.

Bianca:

Ja, stimmt. Wir haben auch ein bisschen Abenteuer gehabt,.

Armin:

Aber insgesamt haben wir festgestellt, dass ich hatte ja schon ein bisschen Erfahrung im Vorfeld, was es so kostet insgesamt.

Und das ist das, was wir festgestellt haben, dass wenn man dann tatsächlich auf Reisen ist, man fällt einem auf, ah, okay, wenn ich in einem Ort länger bleibe, dann werden die Preise pro Nacht immer günstiger.

Man kann andere Sachen machen, dass man wohin geht und zwei Nächte über Nacht, wenn es einem gefällt, spricht man den Besitzer und lass mal die normalen Vermittlungsgebühren weg von den Plattformen. Was kannst du uns anbieten? Gibt sehr viele Möglichkeiten jetzt, wo man das auch deutlich günstiger hinbekommt.

Es gibt die Möglichkeit mitzuhelfen und dann bekommen wir es noch günstiger oder ganz umsonst. Also wenn man das mal wirklich als Ziel hat, gibt es heutzutage unendlich viele Möglichkeiten, um die Reise ziemlich günstig zu gestalten.

Bianca:

Wir haben da übrigens, was vielleicht auch für den Zuhörer recht interessant sein könnte, Wir haben einen YouTube Kanal, wo wir dann unsere Reisevideos zeigen und was wir bezahlt haben.

Zum Beispiel bin ich gerade noch dabei, ein Malediven Video fertigzustellen, wo wir ein wunderschönes Hotel haben, direkt Meer, türkisblaues Wasser für 35 Euro. Die Nacht. Inklusive Frühstück sogar.

Thomas:

Inklusive Frühstück. Das wäre jetzt meine Frage gewesen. Aber sag mal, wie heißt denn euer YouTube Kanal? Wie findet man den denn?

Bianca:

Endlich Weltreise.

Thomas:

Endlich Weltreise. Ja, mal einblenden. Endlich Weltreise, genau. Also das ist ja spannend.

Ich bin immer noch geflasht von dreiig pro Tag für beide und denke mir dann so, dann gibt es ja bestimmt nur Trockenbrot und Wasser, aber irgendwie Essen und Trinken gehört ja auch dazu. Also musstet ihr da euch einschränken, was das angeht.

Armin:

In den Ländern, wo die Temperatur höher und die Luftfeuchtigkeit auch höher ist, ist es meistens so, dass man selber gar nicht diesen Konsum hat. Okay. Und auch die, also man kann in Garküchen gehen, also so auf Märkten gehen, das ist dann auch deutlich günstiger.

Man findet dort auch mehr Möglichkeiten für recht günstig. Das ist dann 2 Euro, Was wir gemacht haben.

Wir haben nur zweimal am Tag gegessen, weil das einfach Frühstück ist meistens dabei gewesen und dann einmal essen, dann Obst.

Bianca:

Noch tagsüber oder so.

Armin:

Es geht wirklich ohne, dass man jetzt, sage ich mal, dass dann keine Diät, sondern.

Thomas:

Wieder 10 Kilo abgenommen schon.

Bianca:

Aber auch, ich sag's jetzt mal so, in Ländern wie der USA oder Australien gibt es Aldi und das ist die gleichen Preise wie bei uns der Aldi, da kann man einkaufen. Also ist ein Riesengewinn, denke ich, für USA und Australien, dass es da jetzt auch Aldi gibt.

Armin:

Ganz interessant ist dann, wenn man dann das anfängt und hat vielleicht so ein Kocherchen dabei oder kann irgendwo kochen, dann findet man raus, wir waren beim Freund, der hat uns gezeigt, dass man einfach auch nur eine Mikrowelle hat, dass man einfach in der Mikrowelle gefrorenes Hähnchen innerhalb 15 Minuten richtig knusprig bekommen kann oder Eier, was du gemacht hast.

Bianca:

Rührei aus der Mikrowelle geht auch.

Thomas:

Okay, ich dachte mal Eier, die platzen total auf.

Bianca:

Ja, die muss man natürlich vorher aus der Schale entfernen, also Ei in eine Schale rein und dann rührt man das ein zweimal um in der Zeit und dann hat man ein leckeres Rührei.

Thomas:

Interessanter Tipp.

Armin:

Man wird dann kreativer auch mit der Zeit und es macht auch wirklich super viel Spaß, weil man hat dann auch wieder ein komfortables Frühstück, was richtig gut schmeckt und was dann budgetmässig sehr angenehm ist.

Thomas:

Stark.

Also auch so von den Locations her, ihr seid es nicht irgendwo im Hinterland, irgendwo in der Butnik untergebracht, sondern habt auch schon Hotels oder Unterkünfte, die dann einigermaßen in einer guten Lage sind oder so.

Bianca:

Ja, definitiv Mittendrin.

Wir sind auch manchmal überrascht, dass gerade so auf Booking oder so gibt es immer mal wieder Ausreißer nach unten, richtig gute Hotels, die dann mal für ein paar Monate sehr günstige Preise anbieten. Und da man auch nicht immer genau weiß, auf welcher Plattform das zu finden ist, findet man das über Google Hotels.

Vielleicht hast du das schon mal gehört oder auch die Zuhörer. Also das ist der Tipp, um günstige, gute Hotels zu finden.

Man kann bei Google Hotels anklicken und dann sucht man sich die Area aus, gibt an, wie viele Sterne und was man sonst noch an Leistungen in dem Hotel haben möchte und dann bekommt man die günstigsten Preise über alle Plattformen.

Thomas:

Interessant, wir haben ja gerade wieder eine Pauschalreise gebucht und wahrscheinlich war das blöd, rein finanziell betrachtet.

Bianca:

Wo geht es denn hin?

Thomas:

Ah ja, einfach mal nach Mallorca, war jetzt kurzfristig mal kurz eingeschoben.

Armin:

Das muss nicht unbedingt sein, das kann sein, aber es kommt auf die Destination drauf an, wo man hingeht. Natürlich. Manchmal geht so die Pauschalpakete dann doch noch günstiger, als wenn man individuell.

Das Schöne ist, was ich noch dazu erwähnen wollte, wenn man dann längere Zeit, so wie wir dann zusammenreist, dann entdeckt man auch am anderen komplett neue Seiten, weil man in Situationen ist, wie du sagst, wo man Wir wussten nicht genau, wo wir nächste Woche sind.

Wir haben das immer relativ kurzfristig gebucht, wollten wir beide so und dann muss man ziemlich flexibel bleiben, so auch nächste Transportmöglichkeit, wie reist man denn? Und nächste Unterkunft. Und da muss man schon relativ viel miteinander auch zusammen erarbeiten oder bestimmen.

Das fand ich echt eine super Bereicherung, so längere Zeit zu haben, wo man dann die Dynamiken auch nutzen kann, um zu sagen, OK, schön, dass wir gemeinsam was erarbeiten und beide tragen dann diese.

Das ist ja auch für mich ist auch dann diese gemeinsame Planung ist dann total schön, weil sich das dann, wenn man das gut kommuniziert, sich gut ergänzt.

Thomas:

Ja genau, das ist ja das, was ich auch so entwickelt. Jetzt ist ja für mich, Ihr habt gar nicht gesagt, wo seid ihr jetzt gerade unterwegs? Ihr seid ja jetzt gar nicht in Deutschland. Man sieht das ja.

Bianca:

Nein, wir wohnen auf Zypern, auf Zypern.

Thomas:

Jetzt gerade und seit wie lange schon unterwegs jetzt mittlerweile aus den vier Monaten.

Bianca:

Wir wohnen hier, also wir sind die vier Monate Weltreise, wurden dann zu insgesamt neun Monaten Weltreise, dann sind wir zurück ins Allgäu, unsere Heimat zu der Zeit. Und für uns war klar, hier bleiben wir, weil wir lieben das Allgäu. Es ist so wunderschön.

Und es kamen dann aber schnell einige Umstände, die Armin dann dazu bewegt haben, einen neuen Wohnsitz zu suchen. Vielleicht magst du gleich was dazu sagen.

Auf jeden Fall sind wir jetzt schon seit über einem Jahr auf Zypern wohnhaft und machen das dann aber so, dass wir drei Monate im Jahr, also drei Monate im Sommer reisen und drei Monate im Winter reisen und die restlichen jeweils drei Monate sind wir dann auf Zypern.

Thomas:

Ja, sehr stark. Ja, ich glaube, da träumen viele von.

Was waren denn so eigentlich die Highlights, die besonderen Momente, wo ihr sagt, das war also dieses, das hätten wir niemals vorher erlebt. Vielleicht gibt es auch eine ganze Anzahl davon.

Armin:

Französisch Polynesien schon eins der richtig großen Highlights.

Bianca:

Das ist wirklich, also weil man sieht dort noch die Maori-Kultur an den Bewohnern. So ganz abgefahrene Tattoos ins Gesicht laufen, also wunderschön.

Die unterstreichen dann die Körperformen, diese Tattoos oder dann auch hier im Gesicht. Und also landschaftlich wirklich der Oberhammer, karibisches Meer und dann total hohe Berge, urwaldig.

Es ist recht wenig los, also zumindest auf Morea, da wo wir waren, also super süß verschlafene Insel und dann aber mit einer französischen Kultur. Die Leute sprechen dort Französisch und es gibt Baguette, Thunfisch, also all die Sachen oder Käse. Das war dann für uns,.

Armin:

Ich war auch dort war ich noch nie.

Und ich fand diese Mischung aus dieser Kultur, dieser doch jahrhundertealte Kultur und dem französischen Einfluss, fand ich, also es war so ein Savoir Vivre Gefühl. Naturverbundenheit trifft französische Lebenskultur und es gibt so eine ganz besondere und das mit tropischem Hintergrund.

Leute sind total entspannt, offen, freundlich.

Und wenn man da vorher in den USA war, wo kulturell nicht so hervorsticht, sage ich einfach mal, dann sowas zu haben, dass man so einen kleinen Laden geht und man findet dann einen Käse.

Bianca:

Also für Armin war die USA, glaube ich, jetzt nicht so besonders, weil du hast da ja länger gelebt und er hat schon alles mehrfach gesehen, hat sich dann aber noch mal die Zeit genommen, um mir wirklich die Highlights zu zeigen und das war für mich wirklich gigantisch. Also die USA ist landschaftlich so besonders, das haben wir hier auf unserem europäischen Kontinent.

Und also für mich war das auch wirklich besonders, diese Rundreise durch die USA zu machen. Wie heißt der Nationalpark Yellowstone?

Genau, der ja in einem Vulkan ist, also ein riesiger Vulkan, was es da an Tieren gibt und dann überall die Geysire und es riecht nach Schwefel und bunte Steine, also das wie auf dem Mond eigentlich. Also ich habe mich da gefühlt wie auf so einer Mondlandschaft.

Armin:

Und das waren auch so Begegnungen, wie wir wollten unbedingt, Nachdem wir im Yosemite Park bei minus 6 Grad übernachtet hatten, was grenzwertig war.

Thomas:

Beim Zelt auch noch oder wie?

Armin:

Ja, im Zelt war es geplant, das ging dann, aber ich war dann im Auto, weil es echt zu kalt geworden ist, aber das im Auto war jetzt schon auch kühler. Und dann wollten wir, dann wusste ich, es gibt die Möglichkeit dann auf dem Weg zum Yellowstone Park, it's heiße Quellen.

Und wir haben dann rausgefunden, dass genau an der Strecke dran, nicht so weit weg, gibt es heiße Quellen.

Da sind wir reingefahren und wir haben dann eine heiße Quelle gefunden und da waren dann ein deutsches Pärchen aus Hamburg mit einem kleinen Kind dabei, zweieinhalb oder so, die dann mit ganz wenig Gepäck.

Bianca:

Unterwegs war aus Pinneberg vielleicht, wenn die zuhören, grüßen mich.

Armin:

Und die haben uns erzählt, wie minimalistisch sie mit Kind unterwegs sind. Und wir haben uns zehn Minuten unterhalten, haben uns vorab verabschiedet und wir wussten, dass die dann über Hawaii nach Asien reisen.

Und wir waren dann vier Monate später auf Koh Phangan und da gibt es ja hunderte von Unterkünften und Saßen am Strand, haben gearbeitet und dann kommt jemand, seid ihr, haben wir uns getroffen. Also das auch diese Begegnung tatsächlich, die aus Pinnebau, also sowas, die Begegnungen auch mit Einheimischen.

Thomas:

Schön. Ihr könntet ein Buch schreiben oder wahrscheinlich schon mehrere. Habt ihr schon angefangen? Neue Idee.

Bianca:

Wir haben nicht ein Buch nur über unsere Geschichte, sondern tatsächlich ein Ratgeber für Reisende. Vom ersten Gedanken an die Weltreise, die ganze Organisation, die dazugehört. Mindset, 10 Checklisten bis zurück zur Heimkehr.

Also da haben wir tatsächlich ein Buch.

Thomas:

Stark. Wie kriegt man das über euren YouTube Kanal oder wie?

Bianca:

Vom Traum zur Route aktuell? Ja, über unseren YouTube Kanal. In den Captions sind immer unsere Produkte verlinkt auf unserer Weltreise.

Weltreise, auf unserer Webseite findet man auch unsere Produkte und demnächst soll es dieses Buch auch als Druckversion bei Amazon geben.

Thomas:

Jawohl, stark. Schon ganz schön viel produziert.

Und das ist so die Frage, die ich mir auch immer wieder stelle, wenn ich mir denke, wenn ich jetzt einfach losfahren würde, ich könnte ja auch, ich brauche nur mein Laptop, mein kleines Klavier hier und dann könnte ich ja von überall auf der B Weltcoaching machen, aber irgendwie denke ich mir, kann ich dann, also wenn ich dann da bin und will Urlaub machen, gleichzeitig arbeiten, diese Kombination musstet ihr irgendwie auch arbeiten oder habt ihr dann wirklich einfach Urlaub gemacht? Trennt ihr das, die Zeit, wo ihr unterwegs seid, um nur Urlaub zu machen und in einer anderen Zeit zu arbeiten oder läuft das alles parallel?

Wie macht ihr das denn?

Bianca:

Ich weiß gar nicht so richtig, was Urlaub machen ist. Also tatsächlich, weil ich immer irgendwas auch arbeite.

Thomas:

OK, also ihr verbindet das einfach, verschmilzt einfach.

Armin:

Okay, also es ist meistens so, also wir haben halt festgestellt, deswegen haben wir das auch gemacht, viele stellen sich viel viel komplizierter vor, was man dann auf Reisen macht.

Es ist eigentlich eher so, dass man dann entschleunigt, weil man hat ja mehr Zeit, um Sachen zu erleben und so bestimmte Routinen, die dann zum Beispiel morgens Yoga machen oder einfach mal morgens an den Strand gehen, einfach mal den Tag so starten und dann auch sagen, okay, was wollen wir an dem Tag machen?

Wir wussten dann abends aufgrund von meistens in Asien der Zeitverschiebung, dass wir dann abends arbeiten, Videos arbeiten oder doch schon öfters mal Trading machen, was aber sich richtig gut gepasst hat.

Aber wir haben uns ein bisschen angepasst an die jeweilige Zeitverschiebung und haben da ein bisschen was gemacht, was freizeitmässig, sag ich mal, genannt werden kann und das dann wieder verbunden, also auch schon Rhythmus gehabt.

Bianca:

Und ich denke, das ist wirklich wichtig, Routinen zu etablieren. Gerade wenn man reist, dann sind so viele ungewohnte Dinge, mit denen man sich ständig auseinandersetzen muss.

Das kann schon mal dazu führen, dass man sich irgendwie haltlos fühlt.

Und wenn man bestimmte Routinen hat, dass man zum Beispiel morgens erstmal seinen Kaffee trinkt, vielleicht eine Meditation macht, so das, was wir machen, Tagebuch und dann vielleicht Yoga oder so und dann am Abend sein Reisetagebuch ausfüllen, also irgendwelche Routinen, die man einbaut in den Tag, das hilft sehr resilient zu werden gegen die äußeren Einflüsse, die ja auch nicht immer alle gut sind. Man muss ja dann auch mit Bedingungen zurechtkommen, die nicht gut sind.

Das Bett ist unbequem, es ist laut, vielleicht gibt es auch mal ein paar Kakerlaken oder was auch immer. Es ist nicht immer alles perfekt und die Routinen helfen einfach dabei, sich zu stabilisieren.

Armin:

Und was wir noch festgestellt haben, dass man eben auch schon fragt, wie geht es dir heute? Was möchtest du gerne erleben?

Weil man kann eine möchte heute nur schwimmen gehen, der andere möchte den Bauch hochsteigen und dass man dann auch sieht, was will der andere und dann gemeinsam den Tag auch schon so startet, dass man da den anderen abholt. Das ist glaube auch so eine Art Routine, die aber dann richtig gut helfen.

Thomas:

Kann, um auf die Bedürfnisse, das Einzelne einzugehen und dann genau auf den Tag wahrscheinlich geplant zu haben.

Bianca:

Ja genau.

Armin:

Oder einfach sagen, heute will ich nichts machen.

Das passiert manchmal auch, dass man so hat so viele Eindrücke von was davor passiert ist und dann der eine sagt, ich will eher bisschen runterkommen jetzt erstmal.

Bianca:

Geh mal ohne mich den Berg hoch.

Thomas:

Jetzt habt ihr vorhin gesagt, wir lieben das Allgäu, da frage ich mich, seid ihr schon so lange weg? Und gibt es dann auch manchmal, gab es dann manchmal Heimweh?

Bianca:

Also was das Allgäu angeht, da denke ich schon manchmal noch dran zurück. Wir gehen aber auch immer wieder zurück ins Allgäu.

Wir haben da viele Freunde und auch unsere ehrenamtliche Tätigkeit führt uns immer wieder zurück ins Allgäu, wie zum Beispiel in zwei Wochen, da geht es dann wieder für drei Wochen dahin und deswegen ist es nicht ganz aus unserem Leben verschwunden.

Thomas:

Das heißt, das Ganze ist jetzt irgendwie zur Routine geworden. Ihr habt das etabliert mit eurem Leben und Arbeiten, so dass ihr quasi jetzt diesen Rhythmus sozusagen immer wieder wählen könnt.

Bianca:

Ja, das ist wirklich, also für mich, ich kann teilweise kaum glauben, dass ich jetzt so ein Leben habe. Ich war ja so gefangen in diesem goldenen Käfig und jetzt habe ich ein total freies Leben und kann reisen so viel wie ich möchte.

Das ist einfach schön.

Und wir haben jetzt noch eine weitere positive Sache entdeckt, die uns das Reisen noch mehr erleichtert und zwar vermieten wir unsere Wohnung hier auf Zypern über Home Exchange. Keine richtige Vermietung. Das ist ein Tausch.

Man bekommt Punkte dafür, dass andere Leute hier in die Wohnung kommen und diese Punkte können wir woanders dann einsetzen, um uns eine Wohnung von jemand anderem zu mieten. Das ist weltweit. Genau. Das spart uns dann natürlich enorm auch Unterbringungskosten.

Thomas:

Interessanter Baustein. Jetzt ist die Frage, was gibt es etwas, was ihr anders machen würdet, so im Nachhinein.

Armin:

Anders machen in Bezug auf die Planung.

Thomas:

Oder ja oder das Reisen selbst die Durchführung. Was habt ihr gelernt sozusagen gemerkt habt oh, das nicht so gut. Welche Learnings gab es?

Armin:

Also glaube aus meiner Sicht einfach, dass man viele Sachen, man macht sich viel zu viel Gedanken als ich aus meiner Sicht und die halten dann einen oft zurück.

Also ich habe in meinem Leben halt festgestellt, dass ich sehr oft lange überlegt habe, ob ich was machen soll und abgewägt und überlegt, wieder neu organisiert Und oft war es dann so, wenn ich es dann gemacht habe ich festgestellt, dass die ganze Planungsphase alles was hätte ich mir eigentlich fast sparen können. Also nicht komplett. Das ist schon mal ganz gut, Weil Bianca ein bisschen ein anderer Typ ist.

Sie ist derjenige, der Lass uns mal buchen und dann schauen wir, was passiert Und Moment, ich muss erst mal für mich. Ich glaube, das ist für jeden. Hat sich ein bisschen anders, fühlt sich anders an.

Also ich finde es jetzt richtig toll, einfach mal die Planung abzugeben und zu sagen, wir machen das jetzt einfach. Kommt immer noch ab und zu Einwand von mir, aber meine meine Einwand Hürde ist deutlich geringer geworden.

Das merke ich Und ich will mir auch noch mehr wünschen, einfach spontaner zu sein, weil ich merke, wenn man was fühlt, dass das machen sollte, dann steht oft sozusagen das Gehirn noch die Überlegungen im Weg.

Das fand ich, was ich zukünftig noch mehr praktizieren möchte, mehr den Sprung in das, was sich gut anfühlt machen und weniger darauf zu hören, was da.

Thomas:

Ich hätte das jetzt genau umgekehrt eingeschätzt. Ich hätte gedacht, Bianca, die aus ihrem sicheren Umfeld kommt, dass die eher diejenige ist, die mehr plant und du bist der Spontane.

Aber es ist genau umgekehrt. Ja, interessant, spannend. Ja, Bianca, genau. Was hast du? Was ist dein Learning? Was hast du?

Bianca:

Schwierig. Ich weiß gar nicht. Also was jetzt die Reise angeht, habe ich kein Learning.

Aber was ich definitiv von Armin gelernt habe, kein Geld für unnütze Sachen auszugeben, die nicht der Freiheit dienen. Und ich habe mich doch sonst immer sehr.

Also weil ich so viel gearbeitet habe, hatte ich das Gefühl, ich muss mich jetzt belohnen mit etwas Materiellem oder so.

Thomas:

Ah ja, stimmt. Das kennen auch viele.

Bianca:

Das ist jetzt fast komplett weggefallen, weil ich das gar nicht mehr brauch.

Also ich brauche diese Belohnung nicht mehr, weil ich habe sowieso das Leben, was ich mir wünsche und jetzt nutze ich das Geld und setze es dafür ein, um halt weiterhin meine Träume zu erfüllen, meine Ziele, Reiseziele zu erreichen. Zum Beispiel.

Armin:

Was ich noch dazu erwähnen wollte, das ist mir gerade noch eingefallen, Thomas ich bin immer derjenige, der wartet auf den richtigen Zeitpunkt oft OK, in vielen Sachen, nur um dann festzustellen, es gibt gar keinen richtigen Zeitpunkt. Man muss sich mal entscheiden und dazu stehen.

Und das ist mein Learning in vielen Bereichen, auch jetzt mit Ich wollte ja auch nicht aus dem Allgäu weg und habe dann das Gefühl gehabt, es wäre gut auch für uns, für mich, für uns diesen Schritt noch zu machen. Und ich hätte viel länger gezögert, aber dann kam von Bianca und das machen wir jetzt. Und das hat mir da auch geholfen.

Also ihre Energie hat mich mitgezogen und dann okay, wir machen das jetzt einfach. Und dann habe ich gesagt, ja, wir können immer zurückgehen. Zurückgehen ist immer einfach, aber weggehen.

Also das war so mein Sa perfekte Zeitpunkt, der ist nicht da. Also mach's, wenn du es fühlst, warte nicht. Je länger wartet, desto unwahrscheinlicher wird etwas.

Thomas:

Stimmt genau. Heute ist dein bester Tag eigentlich so die Devise.

Aber ich weiß im Inneren ist das halt dann doch anders, dass man denkt, mache ich jetzt was falsch oder so. Genau besser planen.

Ich glaube, das ist auch für die meisten Menschen eine der größten Hürden, diese genau entscheiden unter Unsicherheit und kann es noch besser gehen oder was, wenn ich so viel nicht weiß.

Ihr habt ja nun diese ganzen Erfahrungen alle jetzt mittlerweile gemacht, aber wenn ich jetzt die Idee habe, aber keine Erfahrung, dann ist das natürlich am Anfang erstmal eine Nummer, wie ich es ja auch erlebt hab. Könntet ihr euch jetzt noch vorstellen, wieder in den normalen Alltag zurückzukehren, wieder normalen festangestellten Job zu nehmen?

Bianca:

Ich habe auch ein Angebot gehabt nach der Weltreise im Bereich Controlling zu arbeiten im Allgäu, aber für mich ging das nicht. Da hätte ich 39 Wochenstunden gehabt, eine gewisse Zeit, wo ich auf der Arbeit hätte sein müssen. Es hat sich sofort wie so ein Korsett angefühlt.

Ich habe mich dann erstmal selbstständig gemacht.

Armin:

Ich war auch wieder derjenige, nachdem wir zurückgekommen sind, war natürlich finanziell wieder fast Neustart und hab dann mein Sicherheitsgefühl war vielleicht doch besser, das so zu machen. Aber ich habe dann Bianca beobachtet und habe dann gesehen, was sich bei ihr auch verändert hatte.

Also während der Reise, wenn man 24 Stunden zusammen ist, dann beobachtet man schon ein paar Sachen.

Aber so richtig, so richtig eine Änderung spürt man erst, wenn man in dem gewohnten Umfeld, wo man davor war, wenn man dort sozusagen wieder einen rein verpflanzt, der eigentlich sich selber rausgerissen hat, auf der langen Reise war, kommt zurück und ich richtig gespürt, wie so das. Aber nein, ich will das jetzt nicht mehr.

Auch wenn es vielleicht jetzt erstmal finanziell wieder, was du gesagt hast, Thomas, es kommt, es ist immer, es ist nie so, dass man dann sich zu 100 Prozent dazu entschieden. Hat, aber hat eine Tendenz. Und das habe ich bei Bianca gespürt. Sie hatte die Tendenz zu Ich reiße mich los, auch von dem vorigen Alltag.

Und dann war es für mich die logische Konsequenz zu Wir machen gemeinsam das Zypern Erlebnis auch weil sich dadurch wir wollten halt auch ihre Idee war dann einfach mehr Menschen, die den Wunsch haben zu reisen, das zu ermöglichen. Und es ist halt dann die Bedingungen sind hier sehr, sehr gut, sowas zu starten.

Deswegen hat es einfach gut gepasst, sondern sagen dann machen wir was alleine für uns, weil es sich einfach vom Herzen her gut anfühlt.

Bianca:

Ja, genau.

Schon während der Weltreise habe ich in einer WhatsApp Gruppe mit circa 100 Mitgliedern, Freunde, habe ich immer Nachrichten Hey Leute, macht das auch.

Das fühlt sich so gut an und es ist viel leichter, wie ihr denkt und es kostet nur so und so viel und guck mal, wo ich hier bin und so, weil ich einfach so happy war, diese goldenen Fesseln endlich hinter mir gelassen zu haben und das Gefühl, ich wollte das so gerne weitervermitteln. Und das war dann auch mein Ansporn irgendwann zu so ich gründe jetzt endlich Weltreise, weil ich möchte, dass es viel mehr Leute erreicht.

Also wir haben tatsächlich doch den einen oder anderen in unserem Freundeskreis gehabt nach dieser WhatsApp Gruppe, die dann auch eine längere Reise gemacht haben.

Und das Ziel ist es, viel mehr Menschen zu helfen, auch diesen Weg zu gehen und ihre Träume zu leben, weil es ist so kostbar und es ist so wichtig, das zu tun.

Thomas:

Jetzt gibt es ja noch einen Punkt vielleicht Mir geht es ja auch so, uns geht es auch so.

Wir haben noch eine kleine Tochter, die sechs und das ist jetzt natürlich noch so die Hürde, wie mache ich es mit Kindern, wenn die schulpflichtig sind. Kindergarten kann man noch eher was machen, aber ist das dann auch möglich? Im Moment wäre das meine größte oder unsere größte Hürde.

Habt ihr da einen Tipp, was man da machen kann? Gibt es eine Lösung?

Bianca:

Also wir kennen uns persönlich jetzt nicht damit aus, aber wir haben viele in unserem Bekanntenkreis, weil hier auf Zypern mittlerweile viele Familien leben, die mit ihren Kindern jahrelang auf Weltreise waren. Also in unserem engen Bekanntenkreis und Freundeskreis sind einige, die mit ihren Kindern fünf Jahre auf Weltreise waren. Es gibt Möglichkeiten.

Diese Schulsysteme, die die Kinder dann bekommen, sind auch wirklich sehr, sehr gut, weil die Kinder lernen dort wirklich was fürs Leben.

Thomas:

Ich glaube, das ist ja auch das Wichtigste und das Spannendste.

Also in dem Moment, wenn du diese Hürde einmal gemacht hast und geschafft hast, ich denke gerade an den Sprung aus der Angestelltenzeit ins Selbstständig, war bei mir auch so ähnlich diese Hürde, die war riesengroß.

Und dann habt ihr das geschafft und seid jetzt in ganz andere Umwelten eingetaucht und dann passiert ja wirklich die Transformation mit dir, weil du nicht mehr in dem gleichen Hamsterrad und täglich das Gleiche tust über Jahre. Und das muss man erstmal erleben.

Und das, was ihr erlebt habt, also das hat ja nicht nur eure Persönlichkeit im Einzelnen gestärkt, sondern auch, wie man sieht, eure Beziehung und eigentlich das ganze Leben so sehr positiv verändert.

Ich glaube, wir könnten noch stundenlang, wir sind gar nicht in die ganzen Details eingestiegen, die einzelnen Orte und Erlebnisse noch weiter zu hinterfragen. Das ist dann leider der Zeit ein bisschen geschuldet, die wir hier zur Verfügung haben.

Also wir könnten noch ein paar folgen Podcast, genau, wenn man auch noch ein bisschen tiefer in Beziehungsfragen eintaucht zum Beispiel. Aber für heute müssen wir erstmal einen Break machen. Und ich würde ganz gerne noch mal so ein Schlusswort haben von euch.

Und zwar genau, was ist jetzt das, was ihr einem Paar mitgeben könnt, das diese Überlegung mit sich trägt? Ach, wir wollen hier raus,.

Bianca:

Hast du eine Idee? Du hast doch bestimmt schon was.

Armin:

Also grundsätzlich, was du schon erwähnt hast, ist dieser erste kleine Schritt, man sieht erstmal den riesen Berg und den Berg erklimmen ist immer der erste Schritt, muss man gehen.

Und beziehungstechnisch, das was wir auch festgestellt haben, ist erstmal zusammen seine Vision erstellen, was will jeder Einzelne und was kann man sozusagen zusammenfügen zu einer gemeinsamen Vision. Wir haben da auch natürlich Paar Hilfsmittel, um da zu starten, aber das wäre jetzt sozusagen das, was ich aus meiner Sicht einfach mal hinsetzen.

Von was träumst du, von was träume ich, was können wir gemeinsam da machen, wo ist die Schnittmenge und daran hinarbeiten.

Bianca:

Und OK, dafür haben wir ein Hilfsmittel entwickelt, unser Partner Alignment Workbook und wir schicken dir gerne den Link, dann kannst du das mit verlinken in der Caption oder sowas für den Zuhörer. 90 Minuten nimmt man sich dann Zeit dafür. Als Paar geht das gemeinsam durch und danach hat man eine gemeinsame Ausrichtung.

Thomas:

Okay, super. Das klingt doch sehr gut.

Also wer jetzt starten möchte, guckt sich Einfach erstmal den YouTube Kanal an, endlich Weltreise und dann noch die Webseite von euch und dann kann es losgehen oder vielleicht setzt das dann das Pflänzchen in Gang, was dann anfängt zu wachsen. So und wenn es auf der Beziehungsebene mal dann unterwegs kriselt, dann wisst ihr, ihr könnt mich ja jederzeit erreichen. Ich arbeite online.

Beziehungscoaching und Paartherapie geht dann auch überall auf der Welt ohne Probleme und jederzeit genau wie eine Fernwartung. Okay, ja wunderbar. Bianca Armin, es war mir eine Freude mit euch zu plaudern heute. Vielen Dank dafür. Genau und an alle da draußen, die zugehört.

Danke, dass ihr dabei wart und zugehört habt.

Wenn ihr mehr wissen wollt, wie gesagt, in den Shownotes findet ihr die Links und ansonsten sage ich jetzt oder sagen wir Tschüss, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Bianca:

Genau, Dankeschön Thomas, einen wunderbaren Tag noch.

Thomas:

Danke euch.

Armin:

Bis an alle.

Thomas:

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