Ein harmloser Anlass und plötzlich eskaliert das Gespräch? Diese Folge betrachtet den Unterschied zwischen Sache und Beziehung sowie emotionale Auslöser, die eine Konfliktspirale in Gang setzen können.

Darum geht es in dieser Folge

  • Sachebene und Beziehungsebene unterscheiden.
  • Emotionale Auslöser in scheinbar sachlichen Gesprächen.
  • Eigene Reaktionen reflektieren.
  • Bewusste Kommunikation und Schritte aus der Konfliktspirale.

Aktueller Hinweis

Kostenloser Live-Workshop „beziehungsfähig“ – Beziehungsmuster verstehen

Ihr geratet immer wieder in dieselben Konflikte oder erlebt Rückzug und fehlende Nähe? Im Workshop schaust du auf eure Beziehungsmuster und entwickelst einen konkreten nächsten Schritt für deinen Alltag.

17. November 2026 · 18:00–19:30 Uhr · online via Zoom

Du kannst allein teilnehmen und musst nichts Persönliches in der Gruppe erzählen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Kaufverpflichtung.

Jetzt zum Workshop "Beziehungsfähig" anmelden

Kostenloser Beziehungstest

Du möchtest dein eigenes Verhalten in Beziehungen reflektieren? Der kostenlose Beziehungstest gibt dir zu acht ausgewählten Verhaltensweisen eine kurze Rückmeldung – ohne E-Mail-Adresse.

Kostenlosen Beziehungstest starten:

Kostenloser Beziehungstest – aktueller Einstieg

Mehr von Thomas

Weitere Impulse und Einblicke rund um Beziehungen, Konflikte und persönliche Entwicklung:

Podcast folgen und weiterempfehlen

Apple Podcasts · Spotify

Wenn dir die Folge geholfen hat, teile sie gern mit einem Menschen, für den sie gerade wichtig ist. Wünsche oder Feedback? Schreib mir eine E-Mail.

Transcript
Speaker A:

Warum kippen manche Gespräche schon nach wenigen Sätzen, obwohl es am Anfang nur um eine Kleinigkeit ging?

Speaker A:

Und warum liegt die Ursache oft tiefer, als wir im ersten Moment denken?

Speaker A:

Darum geht es jetzt.

Speaker A:

Herzlich Willkommen zu Folge 220 im Podcast Starke Beziehungen.

Speaker A:

Ja, diese Folge behandelt ein spannendes Thema und das ist deshalb spannend, weil es überall auftritt.

Speaker A:

Und vielleicht kennst du das genauso.

Speaker A:

Vielleicht kennst du genau diesen Moment.

Speaker A:

Vielleicht hast du es genauso schon erlebt.

Speaker A:

Du sitzt da oder stehst da und willst eigentlich nur was ansprechen, nichts Großes.

Speaker A:

Du willst gar kein Drama aufmachen, gar kein Grundsatzgespräch führen, sondern einfach nur eine kleine Bemerkung machen oder eine Frage stellen oder etwas loswerden, was dich gerade so beschäftigt hat.

Speaker A:

Und dann passiert genau das, was viele Menschen kennen.

Speaker A:

Nach wenigen Sätzen verändert sich was.

Speaker A:

Du merkst, die Stimmung ist nicht mehr die gleiche.

Speaker A:

Irgendwie spannst du dich an, dein Ton verändert sich und du hörst gar nicht mehr zu, sondern du beginnst innerlich, dich zu sortieren, Argumente zu suchen, dich zu schützen.

Speaker A:

Und dann geht es nämlich in diesem Moment plötzlich schon nicht mehr um das eigentliche, vielleicht banale Thema, sondern es geht in diesem Moment jetzt nur noch darum, nicht blöd dazustehen oder nicht übergangen zu werden oder vielleicht auch nicht verletzt zu werden.

Speaker A:

Und genau dort beginnt das, was später zum großen Konflikt werden kann.

Speaker A:

Kennst du das auch?

Speaker A:

Ja, schon komisch, dass uns so kleine Dinge aus der Fassung bringen.

Speaker A:

Am Anfang weiß man gar nicht mehr, um was es eigentlich ging und viele wissen das dann auch gar nicht mehr.

Speaker A:

Die streiten sich dann eine halbe Stunde, eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden und das wird dann immer krasser.

Speaker A:

Immer mehr Argumente werden aufeinander eingeschossen und Beispiele herangezogen und verteidigt, dass das alles nicht so stimmt.

Speaker A:

Von außen wirkt es am Anfang alles ganz klein.

Speaker A:

Und das ist ja das Komische.

Speaker A:

Es gab nur einen einzigen Satz und dann einen bestimmten Blick oder vielleicht ein Tonfall, der ein bisschen schärfer ist wie sonst.

Speaker A:

Und dann geht es vielleicht um den Termin, der vergessen wurde.

Speaker A:

Und dann kommt wieder eine Reaktion, die schärfer ist als erwartet.

Speaker A:

Und dann, dann spürst du, das ist jetzt kein kleines Ding mehr.

Speaker A:

Jetzt geht es gerade hier in so eine Kurve.

Speaker A:

Und dann merkst du schon, es ändert sich was.

Speaker A:

Und dann geht es im Inneren los.

Speaker A:

Du fühlst dich nicht mehr ernst genommen, du fühlst dich nicht gesehen, du fühlst jetzt geht es wieder los, jetzt geraten wir wieder gerade in diese Diskussion, die zu nichts führen.

Speaker A:

Und dann denkst Ich muss mich erklären und du hast das Gefühl, dich zu schützen.

Speaker A:

Und dann redet ihr nur noch.

Speaker A:

Tja, ihr redet nur noch.

Speaker A:

Genau, ihr redet eigentlich nur noch über ein Thema, aber eigentlich schon längst am Thema vorbei.

Speaker A:

Denn im Inneren geht es eigentlich um was ganz anderes.

Speaker A:

Ja, das ist die Worum geht es denn eigentlich?

Speaker A:

Was passiert denn eigentlich, wenn solche Gespräche aus dem Ruder laufen, wenn ich dann frage, worum es ging?

Speaker A:

Dann erzählen mir die Menschen immer so ähnliche Dinge.

Speaker A:

Und das ist inhaltlich jetzt völlig egal, was sie erzählen.

Speaker A:

Sie erzählen mir, was sie getan haben und was der andere getan hat und erzählen mir Beispiele.

Speaker A:

Sie versuchen genau das zu erklären.

Speaker A:

Und wer was gesagt hat und wer angefangen hat und wer überreagiert hat und wer falsch geantwortet hat, den falschen Ton gesagt hat oder zu laut geworden ist.

Speaker A:

Aber das ist es nicht.

Speaker A:

Das ist ja nur die Oberfläche.

Speaker A:

Und auch das Thema ist ja eigentlich nur die Oberfläche.

Speaker A:

Zum Beispiel, ich bringe so die banalen Dinger, welche Klamotten rumliegen, wie man den Geschirrspüler ausräumt, wer die Zahnpastatube richtig zugeschraubt hat und und und, und, und.

Speaker A:

Aber den Kernsatz, den müssen wir stellen, denn es geht nicht um die Worüber streiten wir eigentlich?

Speaker A:

Die entscheidende Frage Was ist gerade passiert, weshalb es emotional wurde?

Speaker A:

Das ist der Unterschied.

Speaker A:

Da trennt sich sozusagen die Spreu vom Weizen.

Speaker A:

Denn die Gespräche eskalieren nicht wegen des Inhalts.

Speaker A:

Sie eskalieren, weil in einem Menschen, also in dir selbst oder im anderen, etwas anspringt, da wird ein Knopf gedrückt und das ist tiefer.

Speaker A:

Das ist nicht mehr die Sachebene, das ist die emotionale Ebene, die Beziehungsebene.

Speaker A:

Und da geht es dann um ganz viele Dinge.

Speaker A:

Ein wunder Punkt vielleicht, vielleicht eine Angst, eine Kränkung und dieses Gefühl oder der Gedanke von immer musst du oder nie tust du.

Speaker A:

Und dann merkst du, jetzt wird es knapp, jetzt wird es eng.

Speaker A:

Und dann, dann geht es nicht mehr ums Sachthema.

Speaker A:

Dann geht es nur noch um Verteidigung und Angriff.

Speaker A:

Und ich glaube, jeder kennt diese Szene, wo das Paar sich den Abend schön machen will, nur was kurz besprechen will, was ganz normales, Alltägliches.

Speaker A:

Und dann reden beide und es gerät aus dem Ruder.

Speaker A:

Und was passiert denn eigentlich, wenn dieses Gespräch aus dem Ruder gerät.

Speaker A:

Wenn man das von außen beobachtet, dann ist es auch sehr, sehr spannend, was man da beobachten kann.

Speaker A:

Weil da passiert zum Beispiel etwas, dass der eine was sagt und der andere antwortet gar nicht mehr darauf.

Speaker A:

Das ist eigentlich scheißegal, was der sagt, sondern das, was als Antwort kommt, war eigentlich schon lange vorbereitet.

Speaker A:

Und das ist dann ebenfalls so eine Beobachtung, die sieht man nicht, aber die kann man spüren.

Speaker A:

Kriegt man noch mit, wenn man selber drinsteckt, dass man innerlich Beweise sammelt, innerlich Beispiele zusammenkramt, frühere Situationen hervorkramt und sich die ganze Zeit verteidigt und dem anderen gar nicht mehr zuhören kann.

Speaker A:

In der Situation geht es gar nicht mehr ums Thema.

Speaker A:

Es geht nur noch ums Gefühl.

Speaker A:

Es geht nur noch um Verletzung, Angriff, Gegenangriff und es geht um den Selbstwert.

Speaker A:

Und das kann überall vorkommen.

Speaker A:

Vielleicht kennst du das auch.

Speaker A:

Vielleicht kennst du es aus deiner Paarbeziehung, vielleicht auch aus der Familie, der letzte Streit mit deiner Mutter oder mit deinem Vater vielleicht oder vielleicht auch im Job, im Beruf, in einem Gespräch, in dem du eigentlich ruhig bleiben wolltest und solltest, aber du hast gemerkt, ne, jetzt kann ich gar nicht mehr ruhig bleiben.

Speaker A:

Auch in der Trennung ist natürlich noch ein bisschen verschärfter die Situation.

Speaker A:

Wenn man versucht, dann noch ein paar Dinge zu regeln, dann eskaliert es besonders schnell.

Speaker A:

So und jetzt wissen wir doch, das kennen irgendwie alle.

Speaker A:

Und ich sage euch, ich habe es in jeder, in jeder Paar Situation.

Speaker A:

Ich glaube, ich hatte noch nie ein Paar, in dem das nicht das Thema war.

Speaker A:

Deswegen ist dieses Thema so wichtig, weil alle in diese gleiche Dynamik hineingeraten und niemand versteht es.

Speaker A:

Das ist so spannend.

Speaker A:

Und genau deswegen mache ich diesen Podcast jetzt, damit du jetzt genauer hinguckst und merkst halt mal, jetzt stecken wir in der Dynamik drin.

Speaker A:

Und das ist der Punkt.

Speaker A:

Und wenn du das merkst, jetzt stecken wir wieder drin, dann hast du schon einen ganz großen Teil selber erkannt.

Speaker A:

Wenn du dann merkst, wir stecken da dauernd drin und wir kommen da nie raus, dann kann ich dir an dieser Stelle Das ist nicht schlimm, Du musst es nicht alleine lösen, Du kannst dir auch Hilfe holen.

Speaker A:

Und wenn du willst, dann tust du das mit einem Gespräch mit mir, ein kostenfreies Orientierungsgespräch und dann Gucken wir uns einfach an, was eure Dynamik ist, was da passiert und wie wir das lösen können.

Speaker A:

Wenn du das möchtest, ein Gespräch mit mir buchen, dann findest du den Link unten in den Shownotes zu meinem Kalender.

Speaker A:

Kannst einen Termin buchen, dann sehen wir uns zusammen im Zoom.

Speaker A:

So, weiter geht's im Podcast.

Speaker A:

Was passiert denn eigentlich wirklich und was können wir tun?

Speaker A:

Wir haben schon gesagt, ich habe schon gesagt, der eigentliche Auslöser ist das Emotionale, nicht das Thema.

Speaker A:

Der Motor für diesen ganzen Konflikt ist eine Kränkung, eine Angst, der empfundene Druck, Stress, auch Stress spielt eine ganz große Rolle.

Speaker A:

Und Dinge wie Sätze, ich werde nicht gehört, du nimmst mich nicht für voll, immer willst du recht haben.

Speaker A:

Und dann passiert ja auch noch was weiteres.

Speaker A:

Das Bescheuerte ist, wir wollen eigentlich in Verbindung kommen, aber es passiert ja in der Situation auch genau das Gegenteil.

Speaker A:

Du willst dich verstanden fühlen, du willst verstanden werden, aber gleichzeitig wirst du kühl oder du willst eigentlich Nähe, aber dann fängst du an und stellst Forderungen und willst irgendwas durchsetzen.

Speaker A:

Und ein anderer will sich eigentlich nur schützen und zieht sich dann zurück.

Speaker A:

Alle wollen eigentlich Frieden, eigentlich wollen alle das Gleiche.

Speaker A:

Alle wollen in Verbindung sein, alle wollen sich lieb haben.

Speaker A:

Das frage ich auch jedes Mal.

Speaker A:

Wollt ihr euch lieb haben?

Speaker A:

Ja, wollen wir wollen natürlich beide.

Speaker A:

Und dann fragen sie sich, warum geraten wir immer in diese Scheife und eskalieren und werden dann laut oder sprechen mit scharfer Zunge sozusagen.

Speaker A:

Und das, was dann daraus entsteht, das ist noch viel schlimmer als das, was am Anfang los war.

Speaker A:

So kommen Missverständnisse zustande, die dann auch wieder aufgelöst werden und es kommen Erfahrungen zustande, die sich im Gehirn einbrennen.

Speaker A:

Dann entsteht irgendwann der Punkt und dann wird es ganz gefährlich.

Speaker A:

Die Erkenntnis, die dann entsteht, wir können ja nicht reden, wir geraten immer einander, wir reden immer aneinander vorbei.

Speaker A:

So und das ist dann schon echt gefährlich, wenn ihr da seid.

Speaker A:

So, aber jetzt wollen wir mal gucken, was ist denn die Lösung?

Speaker A:

Und da wollen wir jetzt mal hinschauen und gucken noch mal einen Schritt tiefer rein.

Speaker A:

Denn was letztendlich die Reaktion auslöst, dass einer den anderen angreift oder dass man sich verteidigt, dass einer kalt wird oder so, dieses ganze emotionale Verhalten, das kann man alles in einen Topf schmeißen.

Speaker A:

Das ist eigentlich alles, hat alles den gleichen biologischen Sinn.

Speaker A:

Wir wollen uns schützen.

Speaker A:

Hinter dem Angriff steckt nicht Stärke, sondern Überforderung.

Speaker A:

Ich bin überfordert, deswegen greife ich jetzt an.

Speaker A:

Oder hinter dem Rückzug.

Speaker A:

Das heißt nicht, dass der Mensch dich nicht liebt, dass er gleichgültig ist oder so, sondern der will sich schützen.

Speaker A:

Und wenn jemand kontrollieren wird, dann ist das vielleicht Unsicherheit, weil der braucht die Kontrolle.

Speaker A:

Und um die zu kriegen, will er seine Unsicherheit überspielen.

Speaker A:

So und alle wollen das.

Speaker A:

Schau mich an, hör mir zu, versteh mich, lass mich nicht allein.

Speaker A:

Und wenn man das begreift, dann kann sich ganz grundlegend was verändern.

Speaker A:

Das klingt vielleicht so ganz banal zu Der, der sich gerade so verhält, wie er sich verhält, der tut das nicht mit Absicht, um dich zu verletzen oder um dir zu schaden oder so, sondern er tut das, weil er sich selber schützen will oder weil er nicht anders kann.

Speaker A:

Und wenn du das siehst, dann beginnt der Anfang etwas zu verändern, Dann entsteht Klarheit.

Speaker A:

Das ist kein einfacher Prozess, weil wir immer mittendrin sind und dann wieder da reingeraten.

Speaker A:

Aber sobald du anfängst, da hinzuschauen zu der die macht das nicht mit Absicht, dann verstehst du die Dynamik, Dann hörst du nicht nur die Worte, sondern erkennst du, was bei deinem Gegenüber passiert.

Speaker A:

So, und da kann jeder bei sich selber anfangen.

Speaker A:

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt jetzt in dieser Podcast Folge, bei dir anzufangen, nicht auf den anderen zu schauen und zu gucken, wie doof der doch ist, wie bescheuert und wie blöd, sondern du kannst bei dir anfangen.

Speaker A:

Wenn das jeder tut, dann wäre ganz, ganz viel geholfen.

Speaker A:

Ganz, ganz vielen wäre dann geholfen.

Speaker A:

Aber du kannst nicht beim anderen anfangen.

Speaker A:

Du kannst nur bei dir anfangen.

Speaker A:

Jetzt schau mal bei dir, fühl mal in dich hinein.

Speaker A:

Zum Beispiel, was passiert, wenn du dich nicht verstanden fühlst, wenn du dich nicht gesehen fühlst oder wenn du dich bevormundet fühlst.

Speaker A:

Was läuft denn in dir ab?

Speaker A:

Wirst du dann stiller oder härter oder lauter?

Speaker A:

Gehst du raus?

Speaker A:

Machst du innerlich zu?

Speaker A:

Oder willst du jetzt erst recht gewinnen, überzeugen oder die Kontrolle übernehmen Oder schaltest einfach innerlich ab, obwohl der andere noch redet und ach, bringt eh nix.

Speaker A:

Und das ist der Punkt.

Speaker A:

Das ist der Schlüssel zur Lösung, Weil wenn du da hinguckst, dann bist du genau an dem Punkt, wo Beziehungsfähigkeit beginnt.

Speaker A:

Beziehungsfähigkeit hat nichts damit zu tun, die perfekte Formulierung zu können, sondern Beziehungsfähigkeit ist mehr was anderes.

Speaker A:

Das hat nichts mit Kommunikationstipps zu tun, sondern es hat genau in dem Moment was zu tun, wenn du Jetzt gerät es bei mir aus dem Ruder.

Speaker A:

Ich erkenne mich, ich verstehe mich und dann behalte ich die Kontrolle über mich.

Speaker A:

Das ist das, was Beziehungsfähigkeit bedeutet.

Speaker A:

Die Kontrolle nicht zu verlieren, sondern selber zu beobachten.

Speaker A:

Oh, oh, oh, jetzt passiert was in mir und ich komme wieder runter, ich komme wieder auf den Boden und ich steige nicht weiter ein in diese Dynamik.

Speaker A:

Wenn du das schaffst, sozusagen einen kleinen Schritt zurückzutreten, mit dir selbst in Kontakt zu treten und auch die Situation mal von außen zu betrachten, Stell dir vor, du wärst ein Zuseher, ein Dritter, der von außen auf diesen Dialog, den ihr führt, vielleicht gerade schaut.

Speaker A:

Wenn du das hinkriegst, dann gelingt es dir wahrscheinlich auch innerlich freier zu werden und weniger zu kämpfen.

Speaker A:

Und wenn du weniger kämpfen musst, dann kannst du auch wieder zuhören.

Speaker A:

Dann muss das nicht perfekt sein und das muss auch nicht sofort funktionieren, sondern es geht mit dem Anfang los, nämlich genau das einfach nur zu bemerken.

Speaker A:

Wenn du es bemerkst, jetzt geht es bei mir los, ich gerate aus meiner Kontrolle, dann bekommst du wieder Orientierung.

Speaker A:

So, und das wäre oder ist die Lösung auf dem Schritt dahin.

Speaker A:

Ich fasse das mal zusammen in drei einfachen Schritten.

Speaker A:

Drei einfache Schritte, die dir helfen, da rauszukommen.

Speaker A:

Der erste Schritt Beobachte dich selbst und versuch zu spüren, wenn du in die Anspannung gehst oder wenn du dich verteidigst oder wenn du nur noch Beispiele suchst, wenn du dich erklären willst oder wenn du sogar in den Angriff gehst, dann hast du schon viel geschafft.

Speaker A:

Und dann benenne das.

Speaker A:

Sag dir selber oder sag sogar deinem Gegenüber, was passiert zum Ich bin gerade angespannt, es stresst mich gerade oder es geht gerade nicht um das Thema.

Speaker A:

Ich merke, dass ich gerade nicht mehr klar denken, klar antworten kann, nicht mehr innerlich ruhig bin.

Speaker A:

Nur das benennen, entweder für dich selbst innerlich oder auch im Miteinander, das macht schon so viel aus.

Speaker A:

Das kann die Situation so sehr entspannen, Dass es einfach der Gamechanger ist.

Speaker A:

Und wenn du das erkennst und dem anderen mitteilen kannst, dann ist der dritte Schritt die Situation, die gerade herrscht, zu unterbrechen.

Speaker A:

Anhalten.

Speaker A:

Wenn du auf der Autobahn mit 180 lang fährst, dann halt einfach mal an, damit Ruhe reinkommt.

Speaker A:

Anhalten heißt das Gespräch zu unterbrechen, mal nichts sagen.

Speaker A:

Es heißt nicht rauszugehen oder so aus dem Raum.

Speaker A:

Das ist gar nicht nötig.

Speaker A:

Es heißt Stopp mal, lass uns mal kurz eine Minute nix sagen, weil wir gerade in einer blöden Dynamik sind.

Speaker A:

Lass uns einfach mal kurz innehalten, um uns zu sortieren, damit wir wieder zueinander finden.

Speaker A:

Das sind so einfache Sätze.

Speaker A:

Oder ich sage Stopp, wir streiten.

Speaker A:

Das kann man am besten vorher noch vereinbaren, damit der andere nicht plötzlich verdutzt aus der Wäsche guckt, weil er gar nicht merkt, was los ist.

Speaker A:

Nach diesem Podcast hier kann das eine ganze Menge verändern.

Speaker A:

Aber das ist es, der kleine Satz, der die Dynamik unterbricht und dann verändert sich das Gespräch und das kann der Gamechanger für eure Beziehung sein.

Speaker A:

So, ich würde mich freuen an dieser Stelle Feedback zu Hat das dir geholfen?

Speaker A:

Konntest du das umsetzen?

Speaker A:

Und hast du gemerkt, dass es in dem Moment leicht war oder doch nicht so leicht oder hat es nicht geklappt?

Speaker A:

Wenn du möchtest, schreib mir gerne einfach mal in die Kommentare zum Podcast oder auch per Mail an thomasarnheit coaching de, was du erlebst.

Speaker A:

Und wenn du merkst, dass du die Sache zwar verstehst, aber trotzdem nicht in der Lage bist, die Dynamik zu stoppen oder ihr beide nicht, dann ist häufig die Ursache dafür tiefer.

Speaker A:

Da liegen dann vielleicht emotionale starke Verletzungen dahinter und die lassen dich dann nicht, lassen es nicht zu, dass du die Kontrolle wieder übernimmst.

Speaker A:

Dann kommst du einfach nicht mehr dazu, diesen Satz zu sagen und dann merkst du es erst hinterher wieder, wenn es dir so geht.

Speaker A:

Und wenn du denkst, ich möchte dabei doch Begleitung, dann kannst du dir gerne, wenn du magst, ein Gespräch bei mir buchen.

Speaker A:

In den Shownotes findest du den Link dazu zu meinem Kalender.

Speaker A:

Gucken wir uns mal an, was da bei dir los ist bei euch und wie man es lösen kann, dich unterstützen kann.

Speaker A:

Ja, damit bin ich auch schon wieder am Ende angekommen in diesem Podcast.

Speaker A:

Wenn der Konflikt eskaliert.

Speaker A:

Nein, wenn die Situation eskaliert, so heißt es richtig und wenn die Stimmung kippt, was passiert dann vielleicht ist das der Schlussgedanke, das Ergebnis aus der Folge, die Es ist nicht der Konflikt, der das Problem ist.

Speaker A:

Es ist der Moment, in dem der Dialog endet und nur noch zum Schlagabtausch wird.

Speaker A:

Nicht der Konflikt zerstört die Beziehung zuerst, sondern der Moment, in dem es keine Verbindung mehr gibt.

Speaker A:

Beziehungsfähigkeit zeigt sich dann, wenn es ruhig bleibt, statt dass es eskaliert oder laut wird oder eng wird.

Speaker A:

Wenn du mehr Klarheit bekommst, etwas mehr Bewusstheit in der Sache und die Situation regeln kannst, dann brauchst du gar keine Argumente mehr.

Speaker A:

Das spart so viel Zeit, spart so viel Frust und das ist dann vielleicht der Anfang von etwas Neuem und da verschwinden dann die Konflikte nicht.

Speaker A:

Nein, nein, nein, das ist es nicht.

Speaker A:

Aber ihr werdet automatisch konfliktfähiger und könnt ihnen anders begegnen.

Speaker A:

Ganz einfach menschlich, klar, auf Augenhöhe, liebevoll und innerlich freier.

Speaker A:

So, das war Podcast 220, es war schön, dass du dabei warst.

Speaker A:

Danke fürs Zuhören.

Speaker A:

Ich sag tschüss, bis zum nächsten Mal.

Speaker A:

Dein Thomas.

Speaker A:

Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und empfehle ihn gern weiter.

Speaker A:

Weitere Impulse findest du auf bis zur nächsten Folge im Podcast Starke Beziehungen.