Kennst du das?

Du reagierst im Streit stärker, als du eigentlich willst.

Du wirst laut, impulsiv oder gehst innerlich hoch – und fragst dich danach:

„Warum bin ich so?“

Viele Menschen glauben, sie hätten ein Problem mit Wut oder Aggression.

In Wahrheit liegt die Ursache oft woanders:

👉 Im Nervensystem.

In dieser Folge erfährst du:

• warum dein Verhalten im Konflikt oft nichts mit deinem Charakter zu tun hat

• wie Stress dein Denken und Fühlen verändert

• warum dein Nervensystem auf „Überleben“ schaltet

• wie impulsive Reaktionen entstehen

• was du konkret tun kannst, um wieder ruhiger zu werden

Diese Folge hilft dir, dich selbst besser zu verstehen –

und Konflikte nicht mehr als persönliches Versagen zu sehen.

🎯 Für wen ist diese Folge besonders hilfreich?

• wenn du im Streit schnell emotional wirst

• wenn du dich im Nachhinein oft über dich selbst ärgerst

• wenn du deine Reaktionen besser verstehen willst

• wenn du mehr Gelassenheit im Konflikt suchst

🌱 Zentrale Erkenntnis:

Du bist nicht das Problem. Dein System ist überlastet.

Und genau dort beginnt Veränderung.

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Gelassen im Konflikt

Takeaways:

  1. In stressigen Situationen kann unser Nervensystem in den Überlebensmodus wechseln, was zu lauten Reaktionen führt.
  2. Das laute und scharfe Verhalten ist oft eine Schutzreaktion des Körpers in Stressmomenten.
  3. Es ist wichtig, die körperlichen Reaktionen zu erkennen und bewusst zu regulieren, um besser zu reagieren.
  4. Chronischer Stress kann dazu führen, dass der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist und schnell reagiert.
  5. Techniken wie Atemübungen, Bewegung und bewusste Pausen helfen, den Stresszyklus zu beenden.
  6. Um langfristig besser mit Stress umzugehen, sollten wir unsere Trigger und Stressmuster analysieren und verändern.
Transcript
Speaker A:

Kennst du den Moment, in dem du plötzlich lauter wirst, obwohl du dir eigentlich vorgenommen hattest, ruhig zu bleiben?

Speaker A:

Du erschrickst über deine eigene Reaktion und fragst dich hinterher, warum du so aus der Haut gefahren bist.

Speaker A:

Herzlich willkommen im Podcast Starke Beziehungen Der Podcast für Klarheit, Orientierung und Entscheidung.

Speaker A:

Vielen Menschen passiert genau das.

Speaker A:

Im Coaching erzählen mir Klienten und Klientinnen, dass sie im Streit ungewohnt scharf und laut werden.

Speaker A:

Sie schämen sich dann dafür und glauben, sie seien zu aggressiv.

Speaker A:

Tatsächlich läuft in diesen Momenten ein uraltes Schutzprogramm ab.

Speaker A:

Dein Nervensystem schaltet nämlich gerade in den Überlebensmodus.

Speaker A:

Und das ist etwas, was durchaus einen Sinn hat.

Speaker A:

Es ist Unser autonomes Nervensystem ist dafür zuständig, Gefahr zu erkennen und uns zu schützen.

Speaker A:

Bei einem bedrohlichen Reiz aktiviert der Sympathikus eine Kaskade von Stresshormonen.

Speaker A:

Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an und die Sinne werden geschärft.

Speaker A:

Damit ist der Körper in Alarmbereitschaft und in Sekundenbruchteilen entscheidet das Gehirn, was wir tun.

Speaker A:

Kampf, Flucht oder Erstarren sind da die Möglichkeiten.

Speaker A:

Fight, flight oder freeze heißt es auch im Englischen.

Speaker A:

Im Fight Modus willst du kämpfen.

Speaker A:

Du wirst lauter, ungeduldiger oder auch schärfer in deinen Würden.

Speaker A:

Das wirkt heftig wie eine Überreaktion, ist aber eigentlich nur eine Schutzreaktion deines Nervensystems.

Speaker A:

Wenn du im chronischen Stress bist, also Dauerstress, bleibt der Sympathikus dauerhaft aktiviert und dann stehst du immer unter Strom und reagierst schneller.

Speaker A:

Sehr heftig.

Speaker A:

Nehmen wir uns ein Praxisbeispiel mal vor.

Speaker A:

Meine Kundin Petra.

Speaker A:

Sie arbeitet viel, schläft wenig und jongliert nebenbei Familie und Beruf und hat immer viel um die Ohren.

Speaker A:

Abends beim Essen erzählt ihr Partner von einer vergessenen Aufgabe.

Speaker A:

Eigentlich eine Lappalie.

Speaker A:

Aber Petra spürt, wie sich ihr Herzschlag beschleunigt.

Speaker A:

Ohne nachzudenken fährt sie aus der Haut.

Speaker A:

Immer muss ich das machen.

Speaker A:

Ihr Ton ist laut, ihr Blick ist hart und später schämt sie sich dafür.

Speaker A:

Tatsächlich hat sie sich angegriffen gefühlt und ihr Nervensystem hat einfach nur einen Reflex ausgelöst, der sie vor weiterer Überforderung schützen wollte.

Speaker A:

Was kann man tun?

Speaker A:

Der erste Schritt besteht darin, diese körperlichen Reaktionen wahrzunehmen und sie einzuordnen.

Speaker A:

Mein Nervensystem kämpft gerade, Halte inne, atme tief durch, richte deinen Blick bewusst im Raum aus.

Speaker A:

Das signalisiert dem Nervensystem Sicherheit.

Speaker A:chniken, wie zum Beispiel die:Speaker A:

Bei chronischem Stress sind Schlaf, Ernährung, soziale Unterstützung und Atemübung entscheidend, um den Sympathikus wieder herunterzufahren.

Speaker A:

Fassen wir zusammen.

Speaker A:

Das laute, harsche Verhalten ist eine Schutzreaktion deines Nervensystems.

Speaker A:

Und Fight, Flight und Freeze sind automatische Stressmuster, die du oft nicht kontrollieren kannst, weil sie automatisch ausgelöst werden, denn sie sollen dich schützen.

Speaker A:

Innerhalb von Millisekunden aktiviert dein System den Körper und hast du Dauerstress, bleibt dieser Level dauerhaft bestehen.

Speaker A:

Du brauchst eigentlich einfach nur erstmal Regulation, Atmung, Pause.

Speaker A:

Wenn du aber merkst, dass das immer wieder so passiert, wenn du immer wieder die gleichen Muster fällst, dann lohnt es sich mal zu gucken, wie dein Nervensystem aufgebaut ist, was deine Stressmuster sind und welche Trigger es gibt, auf die du reagierst.

Speaker A:

Weil es gibt auch noch andere Wege, dieses Thema zu lösen, nämlich indem der Trigger in deinem Unterbewusstsein, der oft eine Herkunft hat, zum Beispiel aus ganz vielen Themen aus der Kindheit stammt.

Speaker A:

Und vielleicht haben dir deine Eltern beigebracht, dass du immer alles schaffen musst.

Speaker A:

Und vielleicht ist genau dieser Satz wie bei Petra auch entscheidend, um sozusagen in die Reaktion zu gehen, in das Schutzprogramm.

Speaker A:

Halt mal, ich kann doch schon nicht mehr, ich bin doch überfordert, jetzt kommst du noch mit dem, aber mein innerstes ich muss ja alles schaffen und ich schaffe es einfach nicht mehr.

Speaker A:

So und da gibt es die Möglichkeit, neben der Regulation auch diese Trigger anzuschauen, in Frage zu stellen und zu verändern.

Speaker A:

So wird es möglich, aus diesem Automatikprogramm rauszukommen und einfach gelassen zu bleiben.

Speaker A:

Wenn dich das interessiert, biete ich dir gerne ein Orientierungsgespräch an und wir gucken, wie deine Stressreaktion, wie deine Reaktion im Kampfflucht oder Totstellen Modus abläuft und welche Möglichkeiten es gibt, um das Ganze dauerhaft zu regulieren und runterzufahren.

Speaker A:

Das war Podcast 214 im Podcast Starke Beziehungen.

Speaker A:

Ich bedanke mich, dass du dabei warst.

Speaker A:

Danke fürs Zuschauen und Zusehen und bis zum nächsten Mal hier in meinem Kanal.

Speaker A:

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Speaker A:

Weitere Impulse findest du auf bis zur nächsten Folge im Podcast Starke Beziehungen.

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